Länderportal

Kroatien

In Kroatien leidet die öffentliche Rundfunkanstalt HRT seit Jahren unter massiver politischer Einmischung in Personalpolitik und redaktionelle Entscheidungen. Bei den Privatsendern verschleiern schwer durchschaubare Besitzverhältnisse oft Verbindungen zu Wirtschaft und Politik. Einschüchterungskampagnen gegen Journalist*innen, die zu Themen wie organisierter Kriminalität oder Kriegsverbrechen recherchieren, sind keine Seltenheit. Auch tätliche Angriffe und Drohungen kommen immer wieder vor. Politiker*innen und andere Personen des öffentlichen Lebens gehen hundertfach mit Klagen gegen Medienschaffende vor. Neben Verleumdung steht seit 2013 auch „demütigende“ Berichterstattung unter Strafe.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 59 von 180
Offener Brief:05.08.2020

Whistleblower umfassend schützen

Reporter ohne Grenzen, das Whistleblower-Netzwerk, Transparency International und mehrere andere zivilgesellschaftliche Organisationen rufen die Bundesregierung dazu auf, die EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowerinnen und Whistleblowern umfassend in nationales Recht umzusetzen.

mehr
EU-Gipfel21.07.2020

Einigung zu Rechtsstaatlichkeit nicht ausreichend

Reporter ohne Grenzen kritisiert die Einigung des Europäischen Rats über die Koppelung der Auszahlung von EU-Mitteln an die Einhaltung von rechtsstaatlichen Prinzipien wie der Pressefreiheit als nicht ausreichend. Von einem klaren Bekenntnis zur Rechtsstaatlichkeit ist die in den Verhandlungen gefundene Formulierung weit entfernt.

mehr
Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

mehr
Alle Meldungen