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Litauen

Außer dem staatlichen Rundfunk existieren in Litauen mehrere private Radio- und Fernsehsender sowie rund 300 Zeitungen. Sie geben ein breites Meinungsspektrum wieder und können auch die Regierung kritisieren. Die Besitzverhältnisse der Medienhäuser sind jedoch oft unklar. Besonders die Beteiligung von Banken ist problematisch, denn die engen Verbindungen der Finanzhäuser in die Politik führt zur Beeinflussung der Berichterstattung. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Fälle bekannt, in denen Zeitungen Politikern und Unternehmern gezielt mit negativer Berichterstattung gedroht hatten, sollten diese sich weigern, Anzeigen zu schalten. Andersherum gab es auch Fälle, in denen positive Artikel durch das Schalten von Anzeigen „gekauft“ wurden.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 28 von 180
Drei Flaggen der EU wehen an langen Fahnenstangen vor dem Gebäude der Europäischen Kommission
EU-Aktionsplan für Demokratie27.11.2020

Zehn Empfehlungen an die EU

Bevor die Europäische Kommission am 2. Dezember ihren Aktionsplan für Demokratie vorstellt, legt Reporter ohne Grenzen den europäischen Institutionen zehn Empfehlungen vor, wie sie auf die aktuellen Herausforderungen für Demokratie und Grundrechte reagieren sollten - besonders im Hinblick auf die Pressefreiheit.

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Ein Journalist steht mit einer Kamera auf der Schulter vor einem geschlossenen Gerichtssaal
Gastbeitrag19.11.2020

SLAPP-Klagen in der EU erschweren

Als eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen sehen wir den Fall der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia als eine der schwerwiegendsten SLAPPs der jüngeren Geschichte. Unter dem Begriff "SLAPP" werden Klagen zusammengefasst, die kritische Stimmen von Medienschaffenden und der Zivilgesellschaft verhindern sollen.

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Smartphone, auf dem Whatsapp geöffnet ist
EU-Vorstoß zu Messengerdiensten17.11.2020

Verschlüsselung nicht in Frage stellen

Reporter ohne Grenzen und Netzwerk Recherche fordern die Regierungen der EU-Staaten auf, die Vertraulichkeit verschlüsselter Messengerdienste nicht in Frage zu stellen. Vor dem Hintergrund des Terroranschlags von Wien unternimmt der EU-Ministerrat derzeit einen neuen Vorstoß, um Sicherheitsbehörden den Zugriff auf verschlüsselte Chats zu ermöglichen.

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