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Montenegro

Drohungen und Anschläge auf Journalist*innen der wenigen unabhängigen Medien in Montenegro sind häufig – besonders auf jene, die zu Korruption oder zum organisierten Verbrechen und dessen Verbindungen zur Politik recherchieren. Die meisten dieser Angriffe – darunter Schüsse, Brand- und Bombenanschläge auf Redaktionsräume, Autos und Wohnhäuser – bleiben unaufgeklärt. Politiker*innen der seit fast 30 Jahren regierenden Demokratischen Partei der Sozialisten verunglimpfen unbequeme Journalist*innen als „Volksverräter“ oder „Faschisten“ und versuchen, das öffentliche Fernsehen unter ihre Kontrolle zu bringen. Anfang 2019 wurde der renommierte Investigativjournalist Jovo Martinovic wegen seiner Recherchen zum illegalen Waffenhandel zu 18 Monaten Haft verurteilt.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 104 von 180
Blick auf eine Stadt, im Vordergrund ein Fluss.
Montenegro16.06.2021

#FreeThemAll: Jovo Martinovic

Reporter ohne Grenzen hat die Regierung Montenegros dazu aufgefordert, die Unabhängigkeit der Justiz zu achten und Angriffe auf die Journalisten und Medien einzustellen. Zuletzt war es wiederholt zu Verurteilungen von Journalisten gekommen.

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Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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Eine Brücke über einem Fluss.
Montenegro07.04.2021

#FreeThemAll: Jovo Martinovic

Das höchste Berufungsgericht Montenegros hat die einjährige Haftstrafe gegen den Journalisten Jovo Martinovic bestätigt. Nachdem das entsprechende Urteil gefällt wurde, waren die Anwälte des Journalisten zunächst in Berufung gegangen.

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