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Niger

Niger genießt eine große Vielfalt an meinungsfreudigen und weitgehend freien, allerdings chronisch unterfinanzierten Rundfunksendern und Presseerzeugnissen. Auf den Sturz des autoritären Präsidenten Mamadou Tandja 2010 folgten zielstrebige Reformen für mehr Presse- und Meinungsfreiheit. Haftstrafen und Untersuchungshaft für Mediendelikte wurden abgeschafft, die Branchenaufsicht neu geregelt und ein Recht auf Zugang zu staatlichen Informationen eingeführt. Verletzungen der Pressefreiheit sind selten geworden. Mehrfach mussten Journalisten wegen angeblicher Verleumdung vorübergehend ins Gefängnis.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 59 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Die Nominierten in der Kategorie Mut der Press Freedom Awards. ©RSF
Press Freedom Awards09.11.2021

RSF gibt Nominierungen 2021 bekannt

Die Nominierten für die Press Freedom Awards 2021 von Reporter ohne Grenzen stehen fest. Die neunköpfige Jury unter Vorsitz von RSF-Präsident Pierre Haski hat vier Journalistinnen, zwei Journalisten und sechs Medienunternehmen oder Journalistenorganisationen aus insgesamt elf Ländern nominiert.

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Landschaft von oben
Niger19.05.2021

#FreeThemAll: Moussa Aksar

In Niger ist der Journalist Moussa Aksar wegen „Verleumdung“ zu einer Geldstrafe von 200.000 CFA-Francs, rund 300 Euro, und einer Entschädigungszahlung von einer Million CFA-Francs verurteilt worden. Aksar ist Herausgeber der Zeitung L'Evénement.

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