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Nigeria

Nigeria hat mehr als 100 unabhängige Zeitungen, doch über Politik, Terrorismus oder Machtmissbrauch können sie nur schwer berichten. Journalist*innen werden unter anderem von Regierungsbeamten oder der Polizei bedroht, manchmal gewaltsam angegriffen oder am Zugang zu Informationen gehindert. Die schwersten Übergriffe gehen oft von den mächtigen Regionalgouverneuren aus. 2018 ließ einer von ihnen die Gebäude eines Radiosenders zum Teil zerstören, der in mehreren Berichten seine Amtsführung kritisiert hatte. Die Polizei hielt tagelang einen Journalisten fest, um seine Quellen zu erfahren. Die Internetfreiheit wird durch ein Gesetz gegen Onlinekriminalität von 2015 eingeschränkt. Es dient häufig als Vorwand, um unliebsame Journalist*innen und Blogger*innen willkürlich zu verfolgen und zu verhaften.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 115 von 180
Subsahara-Afrika04.12.2020

Einschränkungen der Pressefreiheit wegen Corona

Reporter ohne Grenzen und Cartooning for Peace haben die Verstöße gegen die Informations- und Pressefreiheit, die im Zuge der Covid-19-Pandemie in Subsahara-Afrika zugenommen haben, dokumentiert. Gewalt gegenüber Medienschaffenden, neue repressive Regierungsdekrete und mangelnde staatliche Subventionen treten verstärkt auf.

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Stadtansicht von Abuja in Nigeria
Nigeria03.09.2020

#FreeThemAll: Jeremiah Archibong

In Nigeria ist der Journalist Jeremiah Archibong freigesprochen worden. Archibong, der für die Nachrichten-Website CrossRiverWatch arbeitet, wurde am 5. August dieses Jahres in der Stadt Calabar festgenommen. Kurz zuvor hatte er versucht, bei den Behörden Informationen über die Inhaftierung seines Kollegen Jonathan Ugbal einzuholen.

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Nigeria23.06.2020

#FreeThemAll: Cletus Opukeme

Die nigerianischen Behörden müssen öffentlich Stellung zu der Fahndung nach dem Herausgeber der Nachrichtenseite Daily Watch, Cletus Opukeme, zu nehmen. Daily Watch hatte zuletzt wiederholt über staatliche Korruptionsfälle im Nigerdelta berichtet.

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