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Nordzypern

In Nordzypern gibt es einen ausgeprägten Medienpluralismus und Journalist*innen können die türkisch-zyprischen Behörden frei kritisieren. Allerdings erlaubt die Verfassung Einschränkungen der Pressefreiheit zum Schutz der öffentlichen Ordnung, nationalen Sicherheit oder des öffentlichen Anstands. Verleumdung ist eine Straftat. Der Druck auf Journalist*innen, die über die Türkei und deren Zypern-Politik berichten, wächst. Einige wurden von türkischen Politiker*innen bedroht, manche zensieren sich aus Angst selbst. Einige türkisch-zyprische Journalist*innen wurden von Kolleg*innen sowie von Politiker*innen als vermeintliche Anhänger des Predigers Fethullah Gülen diffamiert, den die Türkei als Drahtzieher des Putschversuchs von 2016 betrachtet.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 53 von 180
Jahresbilanz der Pressefreiheit 202214.12.2022

So viele Journalisten in Haft wie nie zuvor

Die Zahl inhaftierter Medienschaffender ist 2022 auf ein Rekordhoch angestiegen. Zum Stichtag 1. Dezember saßen 533 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Zudem sind mindestens 57 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet worden. Das zeigt die Jahresbilanz der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hat.

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Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Sandstrand mit Meer
Nordzypern01.07.2021

#FreeThemAll: Deniz Abidin

In Nordzypern müssen sich die Journalisten Deniz Abidin, Kazim Denizci und Esengul Aykac wegen vor Gericht verantworten. Anlass für das Verfahren ist ihre Veröffentlichung eines Telefonats einer Mitarbeiterin des nordzypriotischen Innenministeriums.

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