Iran / Türkei 26.01.2021

#FreeThemAll: Mohammad Mosaed

Teheran erstreckt sich in der Dämmerung vor einem Gebirgszug; ein Fernsehturm hebt sich im Mittelpunkt des Bildes von den umliegenden, dezent beleuchteten Gebäuden ab
Teheran, Hauptstadt vom Iran © picture alliance / dpa / MAXPPP / Tom Grimbert

Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) hat die Behörden in der Türkei dazu aufgerufen, den Journalisten Mohammad Mosaed nicht an den Iran auszuliefern. Zuvor hatte der iranische Staatsbürger Mosaed die Organisation mittels einer Textnachricht darüber informiert, dass er bei der Einreise in die Türkei von Grenzpolizisten verhaftet worden war. Erst im August 2020 war der Wirtschaftsjournalist in seiner Heimat wegen „Verschwörung gegen den Staat“ und „Verbreitung von staatschädigender Propaganda“ zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden – hatte die Strafe allerdings bisher noch nicht antreten müssen.

Mosaed, der im November 2020 den International Press Freedom Award des CPJ erhielt, geriet in der Vergangenheit immer wieder in das Visier der iranischen Behörden. Am 22. November 2019 nahmen ihn Sicherheitskräfte in seiner Wohnung in Teheran fest. Damals wurde ihm zur Last gelegt, die staatlich verhängte Internetsperre im Land umgangen zu haben. Diese war von der Regierung als Reaktion auf landesweite Proteste gegen höhere Benzinpreise verhängt worden. Vier Monate später, Ende Februar 2020, wurde Mosaed dann erneut für 16 Tage verhaftet, nachdem er sich auf sozialen Medien kritisch über die iranische Regierung geäußert hatte.



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