Iran 05.08.2020

#FreeThemAll: Soheil Arabi

© picture alliance / PRO SHOTS | Niels Wenstedt

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die iranischen Behörden dazu aufgefordert, die politische Verfolgung der Familie des inhaftierten Journalisten Soheil Arabi einzustellen. Arabi selbst befindet sich in Iran seit 2013 in Haft, weil er sich in einem privaten Blog und auf sozialen Medien immer wieder kritisch über die Regierung geäußert hatte. Ein Jahr später wurde er von einem Gericht wegen „Beleidigung des Obersten Führers“ und „Propaganda gegen den Staat“ zum Tod verurteilt. 2015 hob das Oberste Revolutionsgericht die Todesstrafe jedoch auf.

Seit seiner Festnahme nehmen die iranischen Behörden auch immer wieder Familienmitglieder des Journalisten fest. So verhafteten Sicherheitsbeamte am 22. Juli dieses Jahres Arabis Mutter, Farangis Mazloom.  Einen Tag später verurteile ein Gericht in Teheran Arabis Bruder, Alireeza Alinejad, wegen „Beleidigung des Obersten Führers“ und zwei weiteren Vergehen zu einer Gefängnisstrafe von acht Jahren. Farangis Mazloom war bereits im vergangenen Jahr verhaftet worden, weil sie mit Informationen über den schlechten Gesundheitszustand ihres Sohnes und mit Foltervorwürfen an die Öffentlichkeit gegangen war. Später war sie bis Prozessbeginn vorübergehend entlassen worden.



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