Marokko 24.07.2021

#FreeThemAll: Souleiman Raissouni

Rote Flagge
Flagge von Marokko © picture alliance / Zoonar / Leonid Altman

In Marokko ist der Journalist Souleiman Raissouni wegen „sexueller Nötigung“ zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Über seine Anwälte ließ der Redakteur der Zeitung Akhbar Al Yaoum jedoch nach dem Richterspruch mitteilen, sich mit allen verbleibenden Rechtsmitteln gegen das Urteil wehren zu wollen. Er selbst hatte an den letzten Gerichtsterminen nicht teilnehmen können, weil er sich nach einem dreimonatigen Hungerstreik in einem kritischen Gesundheitszustand befindet.

Raissouni war bereits im Mai 2020 verhaftet worden, nachdem eine junge Frau ihm in einem Facebook-Kommentar vorgeworfen hatte, sie belästigt zu haben. In der Folge wurde dem Journalisten laut Reporter ohne Grenzen mehrfach der offene Kontakt zu seinen Anwälten untersagt. 2019 war auch die Nichte des Journalisten, Hajar Raissouni, festgenommen worden:  Ihr warf die Staatsanwaltschaft damals vor, eine „außereheliche sexuelle Beziehung“ geführt und eine „illegale Abtreibung“ vorgenommen zu haben. Nach einer Begnadigung durch König Mohammed VI. kam sie jedoch wieder frei.



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