Russland 07.04.2020

#FreeThemAll: Swetlana Prokopjewa

© picture alliance / Photoshot

In Russland wird der Radiojournalistin Swetlana Prokopjewa neben der „Rechtfertigung von Terrorismus“ nun offenbar auch „Spionage“ vorgeworfen. Laut Berichten der Nachrichtenseite Mediazona geht dies aus einem TV-Beitrag hervor, der am 24. März vom staatlichen Nachrichtenfernsehsender Rossija 24 ausgestrahlt wurde. In dem Bericht wurden nicht nur die Vorwürfe gegen die Journalistin öffentlich gemacht, sondern auch Ausschnitte aus illegal abgehörten Telefonaten der Journalistin. Laut dem Beitrag soll Prokopjewa Videoaufnahmen einer Militärbasis in der Stadt Pskow gemacht haben. Sollte sie für schuldig befunden werden, dann droht ihr eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren.

Prokopjewa befindet sich bereits seit Jahren im Fokus der russischen Behörden. Bereits Ende 2018 wurde gegen sie ermittelt. Damals hatte sie nach einem Anschlag auf ein Büro des Inlandsgeheimdienstes FSB in der nordrussischen Stadt Archangelsk in einem Kommentar geschrieben, dass die russische Regierung dieser Art des politischen Aktivismus durch ihre repressive Politik Vorschub leiste. Bei dem Attentat hatte sich ein 17-Jähriger selbst in die Luft gesprengt.



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