Podiumsdiskussion am 8. Juli 2016 in Hamburg ICS

Staatliche Lobbyarbeit und Journalismus

Im Rahmen der Jahreskonferenz von netzwerk recherche (nr) lädt Reporter ohne Grenzen zu einer Podiumsdiskussion über die Wirkung von Lobbyarbeit auf den Journalismus ein:

am Freitag, 8. Juli, von 10:45 bis 11:45 Uhr
bei der Netzwerk Recherche Jahreskonferenz
Konferenzzentrum des NDR Fernsehens
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg

mit:
Michael Inacker
, Vorstandschef, WMP EuroCom
Timo Lange, Campaigner, Lobby Control
Emin Milli, Chefredakteur, Meydan TV

Moderation: Katja Gloger, Autorin Stern und ROG-Vorstandsmitglied

Nicht nur Unternehmen betreiben PR und Public Affairs, sondern auch Staaten – darunter harte Diktaturen wie Aserbaidschan, Belarus oder Saudi-Arabien. Oft nehmen sie dabei die Dienste westlicher Agenturen in Anspruch.

Wie können Journalisten darauf reagieren? Machen sich PR-Agenturen mit schuldig, wenn sie für Diktaturen arbeiten? Gibt es legitime Lobbyarbeit von Staaten?

Darüber diskutieren:

Michael Inacker ist seit Februar 2015 Vorstandschef der WMP-EuroCom AG. Zuvor arbeitete er unter anderem als stellvertretender Chefredakteur des Handelsblattes und Leiter des Hauptstadtbüros der Zeitung. Er hat Politische Wissenschaft, Öffentliches Recht und Geschichte an der Universität Bonn studiert. 

Timo Lange ist Diplom-Politikwissenschaftler (FU-Berlin). Er arbeitet seit Mai 2011 für LobbyControl, zunächst in Köln als EU-Referent. Seit April 2012 ist er im Berliner Büro zuständig für die Themen Transparenz- und Lobbyregulierung (Lobbyregister, Interessenkonflikte, Nebentätigkeiten von Abgeordneten, Seitenwechsel, Abgeordnetenbestechung). Zuvor war er in der politischen Bildungsarbeit tätig. Bei LobbyControl engagierte er sich seit 2009 als Stadtführer durch die Berliner Lobbyszene.

Emin Milli ist Chefredakteur des aserbaidschanischen Exil-Senders Meydan TV. Der Schriftsteller und Regimekritiker wurde 2009 wegen regierungskritischer Äußerungen zu zweieinhalb Jahre Haft verurteilt und saß 16 Monate im Gefängnis. Zuvor arbeitete er im Regionalbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Baku und als Berater für den Europarat. 

Dieses Gespräch findet auf Deutsch statt.

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