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Thailand

Der Militärputsch im Mai 2014 führte zu rigoroser Kontrolle der Arbeit von Journalisten. Schon zuvor waren Redaktionen in politische Auseinandersetzungen hinein gezogen und als Instrumente im politischen Kampf missbraucht worden. Nach dem Putsch mussten zahlreiche Radio- und Fernsehsender schließen. Das Internet wird zensiert: Wer in den sozialen Medien Informationen und Aktivitäten unterstützt, die sich gegen den Militärcoup richten, muss nun mit bis zu fünf Jahren Haft rechnen. Mehrere Kommissionen überwachen die Berichterstattung von Zeitungen, Fernsehen, sozialen Netzwerken und ausländischen Publikationen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 140 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Thailand02.04.2020

Einschränkung der Informationsfreiheit

Reporter ohne Grenzen verurteilt einen in der vergangenen Woche in Thailand verabschiedeten Erlass. Dieser erlaubt es, jede Verbreitung einer laut Regierung "falschen" Information über das Corona-Virus mit bis zu fünf Jahren Gefängnis zu bestrafen. Die Regierung hebelt damit unter dem Vorwand der Eindämmung der Corona-Pandemie die Informationsfreiheit aus.

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Flagge Thailand
Thailand11.01.2020

#FreeThemAll: Suchanee Cloitre

In Thailand ist die Journalistin Suchanee Cloitre wegen der vermeintlichen Diffamierung eines Agrarkonzerns zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Das Verfahren gegen Cloitre war wegen eines Tweets eingeleitet worden, den sie im Jahr 2016 veröffentlicht hatte.

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Länderbericht

Getroffen:
Medien als Zielscheibe der Gewalt

2010 legten Demonstranten über Wochen das Zentrum von Bangkok lahm. Bei den Protesten waren Journalisten nur ungenügend geschützt. Viele wurden verletzt, zwei Medienvertreter starben. Eine Bestandsaufnahme. 

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