Veranstaltung

#NoAirForReporting: Solidaritätsaktion für inhaftierte Medienschaffende in Aserbaidschan

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#NoAirForReporting: Solidaritätsaktion für inhaftierte Medienschaffende in Aserbaidschan
© Fidan Akhundova, RSF
RSF-Aktionsposter #NoAirForReporting.

Seit 800 Tagen befindet sich die aserbaidschanische Journalistin Sevinj Vagifgizi in Haft. In dieser Zeit wurde sie vom Gefängnispersonal willkürlich gestoßen, ihr wurden persönliche Gegenstände und eine ausreichende Versorgung mit Wasser und Nahrung versagt. Inzwischen wurde Vagifgizi, Chefredakteurin von Abzas Media, in eine fern abgelegene Haftanstalt verlegt, um sie noch mehr zu isolieren. Sie und 24 weitere unabhängige aserbaidschanische Journalist*innen sitzen wegen ihrer kritischen Arbeit im Gefängnis. 

Mit einer internationalen Solidaritäts-Aktion macht Reporter ohne Grenzen (RSF) auf die Situation der Medienschaffenden aufmerksam. Mitten in Berlin, Paris und Bern werden interaktive Installationen aufgestellt, die aserbaidschanische Gefängniszellen nachahmen und die Haftbedingungen der Journalist*innen abbilden. 

Wann? 28. Januar 2026 von 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Um 11:30 Uhr findet eine Kundgebung inklusive Redebeiträgen und einem Pressegespräch statt.

Wo? Alexanderplatz, an der Weltzeituhr (10178 Berlin)

Interviews können sowohl am Aktionstag vor Ort als auch im Vorfeld geführt werden. RSF kann auch Gespräche mit aserbaidschanischen Exilmedienschaffenden vermitteln.

Aserbaidschan belegt Platz 167 von 180 auf der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit. Die Regierung kontrolliert die gesamte Medienlandschaft, seit 2023 werden die letzten noch unabhängigen Medien brutal unterdrückt.

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