Global Media Forum

Panel 1:
Journalism: Shaping a World at Peace
Der Index der Meinungsfreiheit ist seit 2012 um 10 % gesunken, die Regierungen haben die Medienkontrolle um 48 % verschärft, und die Selbstzensur hat um 63 % zugenommen – ein Ausmaß des Rückgangs, das an die Entwicklungen im Vorfeld und während der beiden Weltkriege erinnert. Und doch bleibt der Journalismus eine der mächtigsten Kräfte für die Schaffung und Aufrechterhaltung von Frieden, wie im UNESCO-Weltbericht über Trends in der Meinungsfreiheit und Medienentwicklung dokumentiert wird. Auf der Grundlage unabhängiger Forschung und statistischer Analysen untersucht der Bericht die Belastungen, die den Journalismus heute verändern: Gewalt und Schikanen, die Dominanz von Plattformen, wirtschaftliche Instabilität und der durch KI vorangetriebene Wandel. Da verlässliche Informationen in Krisen, bei Wahlen und Konflikten immer entscheidender werden, bringt diese Sitzung Podiumsteilnehmer mit Fachkenntnissen zu den drei Hauptthemen des Berichts zusammen: Sicherheit von Journalisten und Pressefreiheit, Technologie sowie die Zukunftsfähigkeit der Medien. Gemeinsam mit dem Publikum werden sie untersuchen, wie sich die im Bericht identifizierten Trends, die den Journalismus neu gestalten, in der Praxis vor Ort manifestieren, und gemeinsame Strategien entwickeln, um die Rolle des Journalismus als Eckpfeiler demokratischer Gesellschaften und des Friedens zu bekräftigen.
Sprecher*innen: Sylvie Coudray (UNESCO), Christian Mihr (RSF), Laura Moore (DW), Jessica White (International Fund for Public Interest Media)
Moderatorin: Annabelle Steffes-Halmer (DW)
Wann: Dienstag, 23. Juni 2026, Beginn: 16:00 Uhr
Wo: World Conference Center Bonn, Platz der Vereinten Nationen 2, 53113 Bonn
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Panel 2:
Journalistic knowledge transfer in times of upheaval
Plötzliche und grundlegende politische Veränderungen beeinträchtigen häufig die journalistische Ausbildung und den Wissenstransfer – sowohl in der Praxis als auch im Hinblick auf Standards und Ethik. Journalistenschulen wandeln sich zu Propagandainstituten, und erfahrene Journalist*innen (oder ganze Medienhäuser) werden ins Exil gezwungen, landen im Gefängnis oder Schlimmeres. Wie lässt sich journalistisches Wissen in diesen schwierigen Kontexten bewahren und weitergeben? Wie gehen journalistische Gemeinschaften mit Fragen der Qualität, Zuverlässigkeit und des Vertrauens um, wenn Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens oder des öffentlichen Lebens keine Orientierung, Standards und Schulungen anbieten? Die Teilnehmenden tauschen ihre Erfahrungen sowie Ideen und Strategien aus, die ihnen geholfen haben.
Sprecher*innen: Mohammed Abed (AFP), Kholooud Helmi (ENAB Baladi), Ksenia Luchenko (FLAS), Glafira Zhuk (Belsat)
Moderatorin: Dr. Noura Chalati (RSF)
Wann: Mittwoch, 24. Juni 2026, Beginn: 14:00 Uhr
Wo: World Conference Center Bonn, Platz der Vereinten Nationen 2, 53113 Bonn
Beide Panels sind auf Englisch.
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