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„Inside Gaza“: Film und Gespräch am 4.11. mit Alena Jabarine

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Ein Mann mit Presseweste und mehreren umgehängten Kameras steht inmitten von Trümmern mehrerer Häuser, zwischen denen sich Menschen befinden.
© AFP / Factstory
Der Journalist Mahmud Hams berichtete für die AFP aus dem weitgehend zerstörten Gazastreifen.

„Inside Gaza“: Film und Gespräch am 4.11. mit Alena Jabarine
am 4. November 2026, ab 19:30 Uhr im Ost-Passage Theater, Konradstraße 27, 04315 Leipzig

Alena Jabarine, Journalistin und Autorin, im Gespräch mit Christopher Resch, Reporter ohne Grenzen

Film im Original mit englischen Untertiteln / Filmgespräch: deutsch / in Kooperation mit den Palestine Cinema Days

Reservierungen über das Ost-Passage Theater. Eintritt frei, Spende erbeten.

Für Journalist*innen ist Gaza der gefährlichste Ort der Welt. Da internationale Medien keinen Zugang zu dem abgeriegelten Gebiet haben, sind palästinensische Medienschaffende unsere Augen und Ohren in Gaza. Aber auch sie haben durch Angriffe der israelischen Armee Angehörige, ihre Häuser und ihr bisheriges Leben verloren. Seit dem 7. Oktober 2023 wurden über 220 palästinensische Journalist*innen durch Angriffe der israelischen Armee getötet, mindestens 63 davon in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit – so die Zahlen von Reporter ohne Grenzen (RSF).

„Inside Gaza“ von Hélène Lam Trong, auf der Shortlist für den Oscar, zeigt die tägliche Realität der Berichterstattung in Gaza aus der Perspektive von vier Journalist*innen der Agence France-Presse (AFP), einer der größten Nachrichtenagenturen der Welt. Sie tragen die Verantwortung für die Berichterstattung über Israels zerstörerischen Krieg gegen Gaza – aber sie wurden auch selbst zu Zielen, verleumdet und diffamiert. „Inside Gaza“ zeigt eine Frau und drei Männer zwischen der Angst um ihre Familien und ihrer beruflichen Pflicht, die sich schuldig fühlen, weil sie evakuiert wurden – und die Last der Berichterstattung denen überlassen, die zurückbleiben.

Im Anschluss an den Film sprechen Alena Jabarine und Christopher Resch weiter über die Situation palästinensischer Journalist*innen und schlagen von Gaza und Israel einen Bogen zum Journalismus in Deutschland. Studien zufolge sinkt das Medienvertrauen in Deutschland kontinuierlich – ganz besonders aber, wenn es um Berichte zu Gaza, Israel und Nahost geht. Was bedeutet das für den Journalismus, immerhin ein Grundpfeiler der Demokratie? Wie wirken sich gesellschaftliche und politische Vorprägungen aus? Und wie kommen wir zu einem Journalismus zurück, der seiner demokratischen Rolle gerecht wird?

Alena Jabarine ist Deutsch-Palästinenserin aus Hamburg. Nach ihrem Politikstudium in Hamburg und Barcelona absolvierte sie ein journalistisches Volontariat beim NDR und arbeitet seitdem u.a. als freie Journalistin. Von 2020 bis 2022 lebte sie in Ramallah, wo sie für eine deutsche politische Stiftung arbeitete, und hat über diese Jahre ihr erstes Buch geschrieben. „Der Letzte Himmel“ erschien im Mai 2025 im Ullstein-Verlag und stieg direkt auf die Spiegel-Bestsellerliste ein.

Im Gespräch mit ihr ist Christopher Resch, der seit 2021 als Pressesprecher für den Nahen Osten bei Reporter ohne Grenzen in Berlin tätig ist. Zuvor arbeitete er als freier Journalist unter anderem für taz, Deutsche Welle und Deutschlandfunk sowie für das Goethe-Institut in Ägypten und Saudi-Arabien. Er ist Mitherausgeber des Sammelbandes „Medienfreiheit in Ägypten. Zum journalistischen Arbeiten in Ägypten nach der Arabischen Revolution“.

„Inside Gaza“ (72 min.)
Regie: Hélène Lam Trong
Frankreich, 2025
ARTE France
in Kooperation u.a. mit RSF