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Argentinien

Argentiniens Medienlandschaft ist vielfältig, aber politisch polarisiert. Der von 2015 bis 2019 amtierende Präsident Mauricio Macri hat eine höhere Medienkonzentration in den Händen weniger großer Konzerne forciert und die staatlichen Medien durch Budgetkürzungen geschwächt. Kritische Redaktionen sehen sich häufig mit Verleumdungsklagen und hohen Geldstrafen konfrontiert. Vor allem seit 2017 hat die Polizeigewalt gegen Reporter*innen bei großen Demonstrationen zugenommen. Aufgrund der Wirtschaftskrise haben seit 2016 mehrere tausend Medienschaffende ihre Arbeit verloren. Viele suchen einen Ausweg in selbstverwalteten Medienprojekten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 29 von 180
Jahresbilanz der Pressefreiheit 202214.12.2022

So viele Journalisten in Haft wie nie zuvor

Die Zahl inhaftierter Medienschaffender ist 2022 auf ein Rekordhoch angestiegen. Zum Stichtag 1. Dezember saßen 533 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Zudem sind mindestens 57 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet worden. Das zeigt die Jahresbilanz der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hat.

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Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Die verschwundene Journalistin und Aktivistin Razan Zaitouneh
Straflosigkeit28.08.2021

RSF erinnert an verschwundene Journalisten

Anlässlich des Internationalen Tages der Verschwundenen am 30. August erinnert Reporter ohne Grenzen (RSF) an Medienschaffende, die zum Teil schon vor Jahrzehnten spurlos verschwunden sind. Bis heute wissen ihre Angehörigen nicht, was mit ihnen geschehen ist.

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