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Argentinien

Argentiniens Medienlandschaft ist vielfältig, aber politisch polarisiert. Der von 2015 bis 2019 amtierende Präsident Mauricio Macri hat eine höhere Medienkonzentration in den Händen weniger großer Konzerne forciert und die staatlichen Medien durch Budgetkürzungen geschwächt. Kritische Redaktionen sehen sich häufig mit Verleumdungsklagen und hohen Geldstrafen konfrontiert. Vor allem seit 2017 hat die Polizeigewalt gegen Reporter*innen bei großen Demonstrationen zugenommen. Aufgrund der Wirtschaftskrise haben seit 2016 mehrere tausend Medienschaffende ihre Arbeit verloren. Viele suchen einen Ausweg in selbstverwalteten Medienprojekten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 64 von 180
Argentinische Flagge
Argentinien10.10.2020

#FreeThemAll: Luis Alberto Mancini

In Villa Río Bermejito in Argentinien ist der Radiojournalist Luis Alberto Mancini in den Aufnahmeräumen des Senders Radio FM Horizonte von zwei Männern angegriffen worden. In den Tagen zuvor hatte Mancini mehrfach über Korruptionsfälle in seinem Landkreis berichtet.

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Tippen auf dem Smartphone
Corona-Apps15.05.2020

Digitale Überwachung bedroht Pressefreiheit

Reporter ohne Grenzen (RSF) warnt erneut vor den Folgen zunehmender digitaler Überwachung für Pressefreiheit und Menschenrechte. Die Corona-Krise beschleunigt die Entwicklung digitaler Technologien zur Verfolgung und Kontrolle von Kontakten und Bewegungsströmen in nie dagewesener Weise.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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