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Kambodscha

Aus Angst vor einer Niederlage in den Parlamentswahlen ging der seit mehr als drei Jahrzehnten regierende Premier Hun Sen 2018 mit aller Härte gegen kritische Medien vor. Rund 30 Radiosender und die englischsprachige Tageszeitung Cambodia Daily wurden geschlossen. Im Mai 2018 kaufte ein malaysischer Unternehmer mit Verbindungen zur kambodschanischen Regierung die Tageszeitung Phnom Penh Post, die letzte Bastion der unabhängigen Presse. Seitdem hat die Bevölkerung nur noch Zugang zu Nachrichten von Mediengruppen mit direkten Verbindungen zu Hun Sen, wie etwa die Nachrichtenagentur Fresh News, die regierungsfreundliche Propaganda verbreitet. In den sozialen Medien versucht vor allem das Medium Voice of Democracy, dem Druck der Regierung standzuhalten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 144 von 180
Kambodscha25.04.2020

#FreeThemAll: Sovann Rithy

Der Journalist Sovann Rithy befindet sich in Kambodscha seit dem 7. April in Haft und muss sich nun wegen „Anstiftung zu Chaos und sozialer Unruhe“ vor Gericht verantworten. Zudem wurde der Nachrichtenseite TVFB, die Rithy leitet, die Medienlizenz entzogen.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Yeang Sothearin mit seinem Kollegen Uon Chhin
Kambodscha05.02.2020

#FreeThemAll: Yeang Sothearin

In Kambodscha werden die Ermittlungen wegen Spionage gegen den Journalisten Yeang Sothearin nicht eingestellt. Ein entsprechendes Ersuchen wurde am 28. Januar von einem Berufungsgericht in der Hauptstadt Phnom Penh abgelehnt.

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Länderbericht

Weder unabhängig noch frei -
Medien in Kambodscha

Schikanen und Druck prägen den Arbeitsalltag vieler kritischer Journalisten. Denn die meisten Medien sind parteiisch und geben vor allem Regierungsmeinung wider. Eine Bestandsaufnahme aus dem Jahr 2010.

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