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Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
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Eswatini
Zentral- und südliches AfrikaEswatini, ehemals Swasiland, wurde 2018 durch ein Dekret des Königs in Eswatini umbenannt und ist eine absolute Monarchie. Journalist*innen können nicht frei und unabhängig berichten.
MEDIEN
Hörfunk und Fernsehen werden vollständig von der Regierung kontrolliert, so auch der einzige private Fernsehsender des Landes, der sich im Besitz der königlichen Familie befindet. Fast alle Presseorgane werden direkt oder indirekt von dem seit 1986 amtierenden autokratischen Monarchen Mswati III. kontrolliert.
POLITIK
Die Monarchie mischt sich massiv in die Berichterstattung ein; offizielle Stellen schrecken nicht davor zurück, Journalist*innen zu bespitzeln und Redaktionen zu unterwandern. Die Ministerin für Information, Kommunikation und Technologie (ICT) ist eine Tochter des Königs. Der Redenschreiber des Königs ist gleichzeitig Chefredakteur der ältesten und meist gelesenen Zeitung des Landes. Im Juli 2022 bezeichnete der Premierminister in einem offiziellen Erlass die südafrikanische Website Swaziland News und ihren Chefredakteur als „terroristische Organisation“, nachdem sie beschuldigt worden waren, „zur Gewalt aufzurufen, öffentliches und staatliches Eigentum zu verbrennen, die Staatsmacht an sich zu reißen und die rechtmäßige Regierung zu stürzen“. Im Januar 2024 beschuldigte der König den Herausgeber erneut, die Agenda einer terroristischen Vereinigung, der Swaziland International Solidarity Forces (SISF), zu unterstützen.
GESETZE
Jede Kritik an der Monarchie kann juristisch geahndet werden und hohe Strafen nach sich ziehen. Dutzende drakonischer Gesetze beschränken die Meinungs- und Informationsfreiheit. Ein Gesetzentwurf zur Cyberkriminalität sieht Geldstrafen von mehreren hunderttausend Dollar und bis zu zehn Jahre Gefängnis für die Verbreitung von „Fake News“ oder Informationen vor, die dem Ansehen des Landes schaden.
WIRTSCHAFT
Eine unabhängige Berichterstattung ist so gut wie unmöglich, da nur linientreue Medien existieren können.
GESELLSCHAFT
Um ihr Recht auf freie Meinungsäußerung auszuüben, sind Journalist*innen gezwungen, ins Exil zu gehen. Eine Kultur der Geheimhaltung erschwert den Zugang zu Informationen. Die meisten Medien wurden für ihre Unterstützung der Monarchie während der gewalttätigen pro-demokratischen Proteste 2021 heftig kritisiert.
SICHERHEIT
Häufig werden Medienschaffende festgenommen. Es kommt immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen auf sie. So wurde im Februar 2022 das Fahrzeug, das die Times of Swaziland, eine um ihre Unabhängigkeit bemühte Tageszeitung, ausliefert, entführt und in Brand gesetzt, um die Journalisten zu verängstigen. 2021 wurden zwei Journalisten aus Südafrika und Eswatini am Rande von Demonstrationen mit Schusswaffen bedroht und festgenommen. Ein Jahr zuvor wurden zwei Online-Redakteure nach kritischen Äußerungen über den König verhaftet und mussten ins Ausland fliehen. Einer von ihnen wurde während seiner Haft gefoltert. 2017 floh ein investigativer Journalist nach Südafrika, nachdem er im Zusammenhang mit einem Artikel über die Verwicklung des Königs in einen Korruptionsfall Morddrohungen erhalten hatte. Seine Zeitung wurde auf Anweisung des Monarchen geschlossen.
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Aktuelles
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Reporter ohne Grenzen veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit
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ROG-Jahresbilanz: Doppelt so viele Journalisten entführt wie 2012
Im zu Ende gehenden Jahr sind weltweit mehr als doppelt so viele Journalisten entführt worden wie 2012. Ihre Zahl stieg auf 87 im Vergleich zu 38 im Vorjahr. Das geht aus der heute veröffentlichten...

- International
ROG veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit. Besonders in den arabischen Ländern wird nach den Umbrüchen und Protesten des Jahres 2011 erkennbar, ob...

Jahresbilanz: 88 Journalisten und 47 Blogger getötet
88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten wurden 2012 bei ihrer Arbeit getötet – mehr als je zuvor, seit Reporter ohne Grenzen 1995 die erste Jahresbilanz veröffentlichte. Das geht aus...

- Rangliste der Pressefreiheit
Aufstände in den arabischen Ländern verändern Rangliste stark / Wachsende Gegensätze in Europa
Wie eng Demokratie und Medienfreiheit zusammenhängen, zeigt die Rangliste der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen (ROG) in diesem Jahr zum 10. Mal herausgibt. Die Liste spiegelt die...

- ROG-Bilanz 2011
66 Journalisten getötet / Zahl der Festnahmen und Übergriffe wieder gestiegen
Mindestens 66 Journalisten sind bereits in diesem Jahr während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind neun Reporter mehr als im Vorjahr (2010: 57 Journalisten). Auch die Zahl...

- ROG-Bilanz 2010
57 Journalisten in 25 Ländern getötet / Zahl der entführten Medienmitarbeiter gestiegen
Mindestens 57 Journalisten und ein Medienassistent sind im Jahr 2010 während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind 19 Medienmitarbeiter weniger als im Vorjahr (2009: 76...

- Rangliste der Pressefreiheit 2010
Europäische Staaten fallen weiter zurück / Wachsende Gegensätze innerhalb der EU / Keine Bewegung auf den hintersten Rängen
Die Lage der Medienfreiheit in Europa hat sich weiter verschlechtert. Dies zeigt die heute veröffentlichte Rangliste der Pressefreiheit 2010 von Reporter ohne Grenzen (ROG). Der bereits bei der...

- Rangliste der Pressefreiheit 2009
Rangliste der Pressefreiheit 2009: Vorreiterrolle der europäischen Staaten in Gefahr
Mit Sorge betrachtet Reporter ohne Grenzen (ROG) die sukzessive Verschlechterung der Situation von Medien und Journalisten in einigen europäischen Ländern. Anlässlich der Veröffentlichung der neuen...

- Rangliste der Pressefreiheit 2009
ROG-Bericht zur Pressefreiheit: Bulgarien ist Schlusslicht in der EU
Die Informationsvielfalt und der investigative Journalismus sind in Bulgarien ernsthaft bedroht. Dies ist das Ergebnis eines neuen Berichtes von Reporter ohne Grenzen (ROG) zur Lage der Pressefreiheit...

- Rangliste der Pressefreiheit 2008
Kritik an mangelndem öffentlichen Einsatz für Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen (ROG) hat politischen Akteuren in aller Welt „Versagen und Doppelzüngigkeit“ bei der Verteidigung der Meinungsfreiheit vorgeworfen. „Das fehlende Rückgrat einiger westlicher...
