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Bangladesch

Im Vorfeld der Parlamentswahlen Ende 2018 kam es zu einem besorgniserregenden Anstieg von Pressefreiheitsverletzungen. Politische Aktivist*innen griffen Reporter*innen an, Nachrichtenseiten wurden gesperrt und Journalist*innen willkürlich inhaftiert. Der international renommierte Fotojournalist Shahidul Alam saß wegen haltloser Vorwürfe mehr als 100 Tage im Gefängnis. Sein Fall zeigt, wie mittels der Justiz Regierungskritiker*innen zum Schweigen gebracht werden. Unter einem im Oktober 2018 verabschiedeten Gesetz für digitale Sicherheit kann „negative Propaganda“ mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden. Militante Islamist*innen schikanieren und ermorden derweil Journalist*innen sowie Blogger*innen, die für eine säkularisierte Gesellschaft eintreten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 151 von 180
Demonstration mit Banner für die Freilassung Kajols
Bangladesch16.10.2020

#FreeThemAll: Shafiqul Islam Kajol

Das Komitee zum Schutz von Journalisten hat die Behörden in Bangladesch dazu aufgefordert, den Journalisten Shafiqul Islam Kajol freizulassen. Kajol, der als Fotograf und Redakteur arbeitet, befindet sich dort seit mehr als vier Monaten in unbefristeter Untersuchungshaft.

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Medienschaffende protestieren mit Schildern auf denen "Stop attacks on journalists" steht
Bangladesch14.10.2020

Mord an Zeitungsreporter aufklären

Reporter ohne Grenzen ist schockiert über den Mord an dem bangladeschischen Zeitungsreporter Iliyas Hossain und fordert eine unabhängige Untersuchung des Falls. Der Journalist hatte über die kriminellen Machenschaften der lokalen Mafia in einem Industriegebiet südlich der Hauptstadt Dhaka berichtet.

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Stadtansicht von oben über die Hauptstadt Bangladeschs, Dhaka
Bangladesch16.09.2020

#FreeThemAll: Faridul Mostafa

In Bangladesch ist der Journalist Faridul Mostafa am 27. August dieses Jahres nach mehr als elf Monaten in Haft aus dem Gefängnis entlassen worden. Mostafa war am 19. September 2019 in der Hauptstadt Dhaka festgenommen worden.

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