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Dschibuti

Dschibutis politische Führung erlaubt keinerlei Medienvielfalt. Die wenigen zugelassenen Medien werden vom Kommunikationsministerium oder von der Regierungspartei kontrolliert, die Zeitungen der Opposition wurden über die Jahre von Gerichten geschlossen oder finanziell ausgetrocknet. Ausländische Journalisten werden nicht ins Land gelassen. Ein Gesetz von 1992 stellt Mediendelikte unter Gefängnisstrafen. Wer ein Medium gründen will, muss in der Regel die dschibutische Staatsbürgerschaft besitzen und mindestens 40 Jahre alt sein. Die einzige Möglichkeit, sich unabhängig zu informieren, ist das Exilradio La Voix de Djibouti, das aus Belgien sendet. Aber sein Signal ist oft gestört und wird online blockiert, und die Mitarbeiter*innen werden immer wieder festgenommen und misshandelt.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 176 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2020 21.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Collateral Freedom 13.03.2020

Vier zensierte Online-Medien entsperrt

Zum Welttag gegen Internetzensur am 12. März 2020 hat Reporter ohne Grenzen vier weitere zensierte Webseiten entsperrt. Mit der Aktion #CollateralFreedom bietet RSF auf diese Weise aktuell Zugang zu 21 Nachrichtenseiten und Menschenrechtsportalen in zwölf Ländern, die von autoritären Regimen blockiert werden.

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Ismail Omar Guelleh
Dschibuti 08.11.2019

#FreeThemAll: Osman Yonis Borogeh

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in Dschibuti am Horn von Afrika aufgefordert, den Journalisten Osman Yonis Borogeh umgehend freizulassen. Er arbeitet unter anderem für den Radiosender La Voix de Djibouti.

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