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Philippinen

Auf den Philippinen besteht eine außerordentlich hohe Medienvielfalt, es gibt rund 600 Radiostationen und 500 Zeitungen. Die meisten Privatmedien sind im Besitz einflussreicher Familien und Unternehmer und vertreten deren Interessen. Die Boulevardpresse schreibt oft reißerisch, kann aber auch über heikle Themen wie Wahlbetrug oder Korruption berichten. Kritische Journalisten werden vom politischen Gegner oft mit Verleumdungsklagen attackiert, viele müssen mit Gewalt und sogar mit tödlichen Anschlägen rechnen. Kaum ein Fall wird aufgeklärt, die Täter gehen in der Regel straffrei aus.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 136 von 180
Infografik in Form einer Zielscheibe: 42 Journalist*innen gezielt ermordet, acht bei der Arbeit getötet
Jahresbilanz der Pressefreiheit29.12.2020

Weltweit 50 Medienschaffende getötet

Mindestens 50 Medienschaffende weltweit sind 2020 in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Die weitaus meisten von ihnen wurden gezielt ermordet, weil sie zu Themen wie Korruption, organisiertem Verbrechen oder Umweltzerstörung recherchierten. Mehrere wurden getötet, als sie über Demonstrationen berichteten.

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Drei schwarz gekleidete und schwer bewaffnete Sicherheitskräfte stehen nebeneinander
Philippinen25.12.2020

#FreeThemAll: Lady Ann Salem

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden auf den Philippinen dazu aufgefordert, die sofortige und bedingungslose Freilassung der Journalistin Lady Ann Salem anzuordnen. Polizisten hatten das Haus von Salem gestürmt und sie wenig später abgeführt.

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Maria Ressa steht mit Maske und Gesichtsschild winkend vor einem Gebäude; rechts hinter ihr ist ein weiterer Mann zu sehen
Philippinen17.12.2020

#FreeThemAll: Maria Ressa

Auf den Philippinen muss die Journalistin Maria Ressa sich nach einer Anzeige erneut vor Gericht verantworten. Zuvor hatte Ressa die Beziehungen des Geschäftsmannes Wilfredo Keng zu mehreren hohen philippinischen Richtern in einem Tweet kritisiert.

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