Weltkarte wird geladen...
Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
Klicken Sie auf ein Land, um detaillierte Informationen anzuzeigen. Verwenden Sie die Pfeiltasten zur Navigation, Enter zur Auswahl.
Die Medienlandschaft ist zwar breit gefächert, aber die Berichterstattung über wichtige Themen von öffentlichem Interesse hat es dennoch schwer, gerade in den staatlichen Medien. Der Grad der Pressefreiheit hängt immer vom politischen Umfeld ab.
MEDIEN
Das Land verfügt über eine vielfältige Medienlandschaft: Es gibt mehr als 230 Zeitungen und Magazine, über 90 Radiostationen und ein Dutzend Fernsehsender. Die private Tageszeitung Liberté gehört zu den meist gelesenen. Auch die nicht täglich erscheinenden Zeitungen L’Alternative und L’Union pour la Patrie genießen hohes Ansehen. Das staatliche Fernsehnetzwerk Television Togolaise (TVT) ist am populärsten. Trotz der sich wandelnden Medienlandschaft mit vielen neuen Nachrichtenseiten gibt es kaum Medien, die frei von politischem Einfluss sind. Liberté wurde Anfang 2023 für einen Monat suspendiert, und das unabhängige Investigativmedium L’Alternative ist ständig im Visier der Behörden.
POLITIK
Die Lage der Pressefreiheit hängt stark vom politischen Umfeld ab. Vor Wahlen zensieren sich viele Journalist*innen selbst, weil sie sowohl von Regierungsseite als auch von der Opposition stark unter Druck gesetzt werden. Regierung und Politik nehmen Einfluss auf die Nachrichtenberichterstattung. Die regierende Partei ernennt und entlässt alle Direktoren der staatlichen Medien sowie den Präsidenten der Medienaufsichtsbehörde. Die Behörden gehen gegen kritische Journalist*innen und Medienanstalten vor, indem sie sie verklagen, ihre Tätigkeit einstellen lassen und sie digital überwachen lassen.
GESETZE
Die Pressefreiheit wird grundsätzlich garantiert. Verstöße gegen das Pressegesetz werden seit 2004 nicht mehr mit Haftstrafen geahndet, aber das Gesetz wird häufig umgangen, wenn in Artikeln hochrangige Politiker*innen genannt werden. Ein 2020 verabschiedetes Gesetz garantiert die journalistische Unabhängigkeit und den Zugang zu Informationen, solange die „Geheimhaltung der Verteidigung“ gewahrt bleiben. Dennoch ist es für Journalist*innen nach wie vor schwierig, an Informationen zu kommen, vor allem für diejenigen, die für private Medien arbeiten. Auch, wer öffentliche Stellen kritisiert, hat es schwer, an Informationen zu gelangen, insbesondere, wenn dies die Regierung betrifft.
WIRTSCHAFT
Die togolesischen Medien haben große finanzielle Probleme, die der Korruption Vorschub leisten und sie daran hindern, frei und unabhängig zu arbeiten. Es ist leicht, eine Nachrichtenseite oder eine Zeitung zu gründen, aber es ist deutlich schwieriger, einen Radiosender oder einen Fernsehkanal zu starten. Und die togolesische Medienbeobachtungsstelle, eine berufsethische Instanz auf höchster Regulierungsebene, verfügt nicht über die finanziellen Mittel, um wirklich effektiv zu arbeiten.
GESELLSCHAFT
Journalist*innen können fast alle sozialen Themen frei behandeln, ohne Angst vor Verfolgung haben zu müssen. Allerdings vermeiden die meisten Themen, die als Tabu gelten. Dazu zählen Korruption sowie der Präsident und seine Familie.
SICHERHEIT
Die Sicherheitslage von Journalist*innen ist in Togo nach wie vor schwierig, insbesondere für diejenigen, die über Korruption berichten oder die Regierung kritisieren. Sie können erheblichen Repressalien ausgesetzt sein. Journalist*innen werden oft unter Druck gesetzt, manchmal auch physisch angegriffen – oder es werden ihnen Vergünstigungen angeboten, damit sie sich auf die Linie der Regierung stellen. Wenn sie sich weigern, bleiben sie eng im Visier der Behörden oder werden sogar digital ausspioniert, wie die Enthüllungen des Pegasus-Überwachungsskandals gezeigt haben.
Ihr Ansprechpartner
Aktuelles
- International
ROG veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit. Besonders in den arabischen Ländern wird nach den Umbrüchen und Protesten des Jahres 2011 erkennbar, ob...

Jahresbilanz: 88 Journalisten und 47 Blogger getötet
88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten wurden 2012 bei ihrer Arbeit getötet – mehr als je zuvor, seit Reporter ohne Grenzen 1995 die erste Jahresbilanz veröffentlichte. Das geht aus...

- Rangliste der Pressefreiheit
Aufstände in den arabischen Ländern verändern Rangliste stark / Wachsende Gegensätze in Europa
Wie eng Demokratie und Medienfreiheit zusammenhängen, zeigt die Rangliste der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen (ROG) in diesem Jahr zum 10. Mal herausgibt. Die Liste spiegelt die...

- ROG-Bilanz 2011
66 Journalisten getötet / Zahl der Festnahmen und Übergriffe wieder gestiegen
Mindestens 66 Journalisten sind bereits in diesem Jahr während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind neun Reporter mehr als im Vorjahr (2010: 57 Journalisten). Auch die Zahl...

- ROG-Bilanz 2010
57 Journalisten in 25 Ländern getötet / Zahl der entführten Medienmitarbeiter gestiegen
Mindestens 57 Journalisten und ein Medienassistent sind im Jahr 2010 während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind 19 Medienmitarbeiter weniger als im Vorjahr (2009: 76...

- Rangliste der Pressefreiheit 2010
Europäische Staaten fallen weiter zurück / Wachsende Gegensätze innerhalb der EU / Keine Bewegung auf den hintersten Rängen
Die Lage der Medienfreiheit in Europa hat sich weiter verschlechtert. Dies zeigt die heute veröffentlichte Rangliste der Pressefreiheit 2010 von Reporter ohne Grenzen (ROG). Der bereits bei der...

- Rangliste der Pressefreiheit 2009
Rangliste der Pressefreiheit 2009: Vorreiterrolle der europäischen Staaten in Gefahr
Mit Sorge betrachtet Reporter ohne Grenzen (ROG) die sukzessive Verschlechterung der Situation von Medien und Journalisten in einigen europäischen Ländern. Anlässlich der Veröffentlichung der neuen...

- Rangliste der Pressefreiheit 2009
ROG-Bericht zur Pressefreiheit: Bulgarien ist Schlusslicht in der EU
Die Informationsvielfalt und der investigative Journalismus sind in Bulgarien ernsthaft bedroht. Dies ist das Ergebnis eines neuen Berichtes von Reporter ohne Grenzen (ROG) zur Lage der Pressefreiheit...

- Jahresbericht 2008
ROG-Jahresbericht: Kritik an mangelndem öffentlichen Einsatz für Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen (ROG) hat politischen Akteuren in aller Welt „Versagen und Doppelzüngigkeit“ bei der Verteidigung der Meinungsfreiheit vorgeworfen. „Das fehlende Rückgrat einiger westlicher...

- Rangliste der Pressefreiheit 2007
Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht
An Spitze und Schluss verändert sich wenig / Bewegungen im Mittelfeld. Reporter ohne Grenzen (ROG) veröffentlicht heute zum sechsten Mal die Rangliste der Pressefreiheit. Sie vergleicht die Lage der...

- Rangliste der Pressefreiheit 2006
Demokratien müssen sich stärker für Pressefreiheit einsetzen
„Die Lage der Pressefreiheit ist weltweit alarmierend“, so das Fazit von Reporter ohne Grenzen (ROG) zu dem heute erscheinenden Jahresbericht der Organisation. „Erschreckend viele Journalisten und...

- Rangliste der Pressefreiheit 2005
Nord-Korea ist Schlusslicht westliche Demokratien rutschen ab
Nordkorea ist auch in diesem Jahr Schlusslicht der heute veröffentlichten vierten Rangliste zur weltweiten Situation der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (167. und letzter Rang). Es folgen...

Sieben Medien senden wieder, andere weiterhin geschlossen
In Togo dürfen sieben Radio- und Fernsehstationen wieder senden, nachdem sie über eine Woche geschlossen waren. Reporter ohne Grenzen begrüßt, dass Radio Fréquence 1, Radio Carré Jeune, Radio...

Bilanz 2004: Tödlichstes Jahr für Journalisten seit einem Jahrzehnt
Berlin/Paris, 5. Januar 2005. Im vergangenen Jahr sind mindestens 53 Journalistinnen und Journalisten während oder wegen ihrer Arbeit ums Leben gekommen. Dies sind die höchsten Zahlen seit 1995;...

- Rangliste der Pressefreiheit 2004
Dritte Rangliste zur Pressefreiheit weltweit
Mittlerer Osten und Ostasien schneiden am schlechtesten ab EU-Länder rangieren unter den ersten 40; Russland, Zentralasien und der Kaukasus hinken hinterher Die heute von Reporter ohne Grenzen (RoG)...
