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Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
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Guyana
AmerikaGuyana schützt zwar die Pressefreiheit und das Recht auf Information, doch müssen Journalist*innen, die sich den Behörden widersetzen, mit Einschüchterungsversuchen rechnen. Zudem ist die wirtschaftliche Existenz von Medienhäusern durch den Rückgang staatlicher Werbeeinnahmen bedroht.
MEDIEN
In Guyana gibt es eine große Vielfalt an nationalen und regionalen Medien. Zu den wichtigsten Zeitungen gehören The Stabroek News, Kaieteur News, Guyana Times, Guyana Chronicle und The National Communications Network. Guyana Chronicle und der Rundfunksender The National Communications Network befinden sich im Besitz des Staates und werden von diesem kontrolliert. Es gibt mehrere private Nachrichtenkanäle, Radiosender und Online-Medien. Die zuständigen Aufsichtsbehörden, wie das Guyana Broadcast Authority Board, werden ohne Beteiligung der Opposition ernannt und sind daher nicht parteiübergreifend besetzt.
POLITIK
Die Mitglieder der Medienaufsichtsbehörde werden direkt vom Präsidenten oder der Präsidentin ernannt. Somit ist die Unabhängigkeit der Medien nicht gewährleistet, ihre Lizenzen können entzogen werden. Außerdem wirbt die Regierung Medienschaffende für staatliche Stellen ab, indem sie ihnen höhere Gehälter anbietet. Dadurch fehlen vielen Medienhäusern erfahrene Journalist*innen.
GESETZE
Guyana ist eine parlamentarische Demokratie, in der die Meinungsfreiheit und das Recht auf Information durch die Verfassung garantiert sind. Die Gesetze werden jedoch nicht immer konsequent angewendet. Die Behörden schrecken nicht davor zurück, Verleumdungsklagen gegen kritische Medien anzustrengen, was zu Selbstzensur führen kann. In den vergangenen Jahren hat das Land Gesetze verabschiedet, die Reporter*innen, welche sich offen gegen die Behörden stellen, mundtot machen sollen – so zum Beispiel ein Anti-Verleumdungsgesetz, das Geldstrafen und eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren für Journalist*innen vorsieht.
WIRTSCHAFT
Die staatlichen Medien konkurrieren mit mehreren privaten Radio- und Fernsehsendern sowie Printpublikationen. Unabhängige und oppositionsnahe Medien haben Mühe, mit den Werbeeinnahmen regierungsfreundlicher Medien mitzuhalten, sodass ihre wirtschaftliche Überlebensfähigkeit gefährdet ist.
GESELLSCHAFT
Journalist*innen können in der Regel frei und unabhängig arbeiten, werden aber nicht immer respektiert. In der Vergangenheit haben Politiker*innen, darunter der Präsident, Vizepräsident und Oppositionsführer, Journalist*innen verbal attackiert. Berichten zufolge verweigerten einige Regierungsvertreter*innen, Beamt*innen und Oppositionsvertreter*innen Interviews mit Medienschaffenden, die nicht ihrer politischen Linie entsprachen.
SICHERHEIT
Journalist*innen sind selten das Ziel von körperlicher Gewalt. Im Dezember 2023 wurde das Auto des investigativen TV-Journalisten Travis Chase beschossen. Journalist*innen werden jedoch regelmäßig online von Politiker*innen und unbekannten Personen angegriffen. Außerdem können sie Einschüchterungsversuchen juristischer Art ausgesetzt sein, auch Suspendierungen vom Job kommen vor.
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