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Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
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Trinidad und Tobago
AmerikaJahr für Jahr schneidet Trinidad und Tobago in Sachen Pressefreiheit gut ab, auch wenn es in einigen Bereichen noch Verbesserungspotenzial gibt.
MEDIEN
Trinidad und Tobago ist eine parlamentarische Demokratie mit einer dynamischen Medienlandschaft und Zivilgesellschaft. Die Pressefreiheit wird von der Verfassung garantiert und weitgehend respektiert. Es gibt eine vielfältige Medienlandschaft: Zahlreiche Medien vertreten eine Bandbreite von Ansichten. Die wichtigsten Medien sind Trinidad Guardian, die 1917 gegründete, älteste Zeitung des Landes, und Trinidad and Tobago Express, der auch als Daily Express bekannt ist.
POLITIK
Da Parteien wichtige Werbekunden sind, geraten Medien in Zeiten von Wahlen vermehrt unter Druck, sich den politischen Interessen anzupassen. Das Werben um lukrative Verträge kann ihre redaktionelle Unabhängigkeit beeinträchtigen. Kritische Berichte werden teils abgeschwächt oder kontroverse Themen gänzlich vermieden.
GESETZE
Die Rechte von Journalist*innen wurden Anfang 2021 durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs gestärkt, das die polizeiliche Durchsuchung der Wohnung und des Büros eines Journalisten des Daily Express für unzulässig erklärte. Das 1999 verabschiedete Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) fördert Transparenz, wird jedoch unzureichend umgesetzt. Der Zugang zu staatlichen Informationen wird oft verzögert oder verweigert – eine Kontrolle öffentlicher Einrichtungen ist so kaum möglich.
WIRTSCHAFT
In Trinidad und Tobago agieren alle Medien als Privatunternehmen.
GESELLSCHAFT
Ein großer Teil der Bevölkerung kann nur eingeschränkt lesen und schreiben, was den Zugang zu Informationen und eine kritische Auseinandersetzung mit medialen Inhalten erschwert. Der Mangel an gut ausgebildeten Journalist*innen bremst die Berichterstattung über Themen wie Korruption oder Kriminalität.
SICHERHEIT
Trinidad und Tobago bietet im Allgemeinen ein sicheres und geschütztes Umfeld für Journalist*innen. Die hohe Kriminalität, politischer Druck und ein begrenzter staatlicher Schutz bereiten den Medien dennoch Probleme. Weil ein wirksames Zeugenschutzprogramm fehlt, meiden Journalist*innen sensible Recherchen – eine Form der Selbstzensur, die weit verbreitet ist. Frauen sind generell öfter von Übergriffen betroffen. Auch die Polizei steht wegen Korruption und mutmaßlicher Verwicklung in kriminelle Aktivitäten in der Kritik.
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