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Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
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Uruguay
AmerikaDas politische Klima in Uruguay begünstigte einen konstruktiven und inklusiven Dialog über die Rolle der Medien im Land. Diese Situation hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert.
MEDIEN
Obwohl die Medienlandschaft in Uruguay recht vielfältig ist, konzentriert sie sich nach wie vor auf drei große Unternehmensgruppen: Villar/De Feo (Canal 10), Romay (Canal 4) und Cardoso/Scheck (Canal 12).
POLITIK
Im März 2025 kehrte die progressive Koalition Frente Amplio, die das Land bereits fünfzehn Jahre lang regiert hatte (2005-2020), an die Macht zurück. Die Präsidentschaft von Luis Lacalle Pou von 2020 bis 2024 war geprägt von politischem Druck gegen Journalist*innen, die heikle Themen recherchierten, insbesondere an denen Mitglieder des Präsidialamtes beteiligt waren. Einige Journalist*innen wurden vom Innenministerium überwacht. Die Angelegenheit wurde der Staatsanwaltschaft vorgelegt, bleibt jedoch nach wie vor straffrei.
GESETZE
Die Entkriminalisierung von Verstößen gegen das Pressegesetz, die Regulierung von kleinen, lokalen Radiosendern und der Zugang zu öffentlichen Informationen schaffen ein günstiges Arbeitsumfeld für Journalist*innen in Uruguay. Das im Dezember 2014 verabschiedete Rundfunkgesetz fördert den Medienpluralismus. Eine Gesetzesänderung vom Kongress im Jahr 2024 könnte jedoch zu einer stärkeren Konzentration des Medienbesitzes führen, Transparenz untergraben und Zensur fördern. Mit der Reform wurden die Begriffe „Monopol“ und „Oligopol“ gestrichen, und das Recht auf redaktionelle Freiheit wurde nicht ausdrücklich im Gesetz verankert.
WIRTSCHAFT
In den vergangenen Jahren haben sich die Arbeitsbedingungen im Mediensektor verschlechtert: Sinkende Löhne, Entlassungen und der Abbau zuvor erworbener Rechte erschweren die Situation.
SICHERHEIT
In den vergangenen Jahren wurden trotz der weitgehend günstigen beruflichen Rahmenbedingungen mehrere Investigativreporter*innen bedroht, eingeschüchtert und gerichtlich unter Druck gesetzt.
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