Weltkarte wird geladen...
Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
Klicken Sie auf ein Land, um detaillierte Informationen anzuzeigen. Verwenden Sie die Pfeiltasten zur Navigation, Enter zur Auswahl.
China
Asien - PazifikIn keinem Land sitzen mehr Journalist*innen im Gefängnis als in der Volksrepublik China. Unter Staats- und Parteichef Xi Jinping hat die Kommunistische Partei ihre umfassende Kontrolle über Nachrichten und Informationen weiter ausgebaut. Im Rahmen einer langfristigen Strategie versucht Peking, Informationen auch außerhalb der eigenen Landesgrenzen zu kontrollieren.
MEDIEN
Große chinesische Mediengruppen wie die Nachrichtenagentur Xinhua, der Fernsehsender China Central Television (CCTV), das China National Radio (CNR) sowie die Zeitungen China Daily, People‘s Daily und Global Times sind in staatlichem Besitz und werden direkt von den Behörden kontrolliert. Die Propagandaabteilung der Kommunistischen Partei sendet Medien täglich eine detaillierte Liste mit Themen, die zensiert sind und Themen, über die berichtet werden soll. Das staatliche China Global Television Network (CGTN) und Radio China International (RCI) verbreiten die Propaganda des Regimes weltweit.
POLITIK
In den Augen des Regimes müssen die Medien als Sprachrohr der Partei fungieren und deren Propaganda verbreiten. Unabhängige Journalist*innen und Blogger*innen, die über heikle Themen berichten, werden oft überwacht, schikaniert und inhaftiert. Um ihren Presseausweis zu erhalten und zu verlängern, müssen chinesische Medienschaffende die Propaganda-App Xi studieren, das Land stärken herunterladen, die ihre persönlichen Daten sammeln kann.
GESETZE
Offiziell garantiert die Verfassung der Volksrepublik China zwar die „Freiheit der Meinungsäußerung und der Presse“, doch das Regime verletzt das Recht auf Information regelmäßig. Um Journalist*innen weiter zum Schweigen zu bringen, wirft es ihnen Spionage, Subversion oder Provokation von Streit oder Ärger vor. Dabei handelt es sich um sogenannte Gummiparagrafen – ein Begriff chinesischer Rechtsexpert*innen für Straftatbestände, die so vage formuliert sind, dass sie sich auf nahezu alles anwenden lassen. Unabhängige Journalist*innen können zudem im Rahmen bis zu sechs Monate lang legal in Isolationshaft gehalten werden – in Chinas sogenannten „schwarzen Gefängnissen“, wo ihnen der Zugang zu anwaltlicher Vertretung verwehrt wird und ihnen Folter drohen kann. Die offizielle Bezeichnung für diese Haft lautet beschönigend: „Wohnüberwachung an einem festgelegten Ort“ (Residential Surveillance at a Designated Location, RSDL).
WIRTSCHAFT
Die Medienbranche ist sehr profitabel, wird aber fast vollständig von der Kommunistischen Partei Chinas kontrolliert.
GESELLSCHAFT
Mit einer seit Mao Zedong nie dagewesenen Machtkonzentration hat sich Staats- und Parteichef Xi Jinping eine historische dritte Amtszeit gesichert. Chinas staatliche und private Medien stehen unter immer strengerer Kontrolle. Die Behörden behindern zunehmend auch die Arbeit ausländischer Korrespondent*innen.
SICHERHEIT
Das chinesische Regime überwacht, nötigt, schikaniert und schüchtert Journalist*innen ein, damit diese nicht über Themen berichten, die in den Augen Pekings als heikel gelten. In keinem Land sitzen mehr Medienschaffende im Gefängnis als in China, derzeit sind es mehr als 100.
Ihr Ansprechpartner
Aktuelles
#FreeThemAll: Ilham Tohti
Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die chinesischen Behörden zum wiederholten Male dazu aufgefordert, den Publizisten und Hochschullehrer Ilham Tohti freizulassen. Der 49-Jährige befindet sich...

#FreeThemAll: Yang Hengjun
Huang Qi, Zhang Jialong, Dai Zigeng – die Liste von Journalisten, die in China in Haft sitzen, ist lang. Dass die Regierung in Peking bei der Verfolgung von Regimekritikern auch nicht mehr davor...

#FreeThemAll: Huang Qi
Insgesamt drei Mal wurde Huang Qi, seines Zeichens Menschenrechtler und Gründer von „64Tianwang“, dem ersten chinesischen Bürgernachrichtenportal, bisher verhaftet. Nachdem er schon von 2000 bis...

Merkel muss Freilassungen fordern
Vor der China-Reise Angela Merkels am Donnerstag (5.09.) fordert Reporter ohne Grenzen (ROG) die Bundeskanzlerin auf, die desaströse Lage der Pressefreiheit im Land öffentlich anzuprangern. In...

Inhaftierte Journalisten in Lebensgefahr
Nach der Verurteilung des Journalisten Huang Qi diese Woche erinnert Reporter ohne Grenzen (ROG) an das Schicksal der mehr als 100 in China inhaftierten Medienschaffenden. Einige sitzen...

Fotograf Lu Guang freilassen

Liu Xia darf China endlich verlassen
Reporter ohne Grenzen (ROG) ist erleichtert über die Ausreise der chinesischen Künstlerin, Fotografin und Dichterin Liu Xia. Nach rund acht Jahren unter Hausarrest hat China die Witwe des...

- China
Merkel muss Lage für Journalisten ansprechen
Vor der China-Reise Angela Merkels am Mittwoch (23.05.) fordert Reporter ohne Grenzen (ROG) die Bundeskanzlerin auf, die katastrophale Lage für kritische Journalisten und Medien im Land...

- China
Journalist und ROG-Preisträger freilassen
Reporter ohne Grenzen (ROG) ist besorgt über den Gesundheitszustand des chinesischen Journalisten und ROG-Preisträgers Huang Qi. Der Gründer der Menschenrechtswebseite 64Tianwang wurde heute vor einem...

- China
Regierung schließt Schlupflöcher im Internet
Vor dem 19. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas in Peking am Mittwoch (18.10.) kritisiert Reporter ohne Grenzen (ROG) die verschärfte Kontrolle des Internets und die massive Unterdrückung...

- China
Bürgerjournalist und ROG-Preisträger freilassen
Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt das repressive Vorgehen der chinesischen Regierung gegen Bürgerjournalisten. Jüngstes Beispiel ist der Fall des Bloggers Lu Yuyu. Ein Gericht im Südwesten Chinas...

Merkel muss Freilassung von Journalisten fordern
„Bei den Gesprächen zwischen Xi Jinping und Angela Merkel darf es nicht nur um wirtschafts-, umwelt- und sicherheitspolitische Themen gehen“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Dass...

Menschenrechtslage offensiv ansprechen
Am Mittwoch (31.05.2017) trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel den chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Berlin. Amnesty International, die International Campaign for Tibet und Reporter ohne...

- China
Hausarrest für Gao Yu verlängert
Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die Warnung eines chinesischen Gerichts, die Deutsche Welle-Autorin Gao Yu könne „jederzeit“ zurück ins Gefängnis geschickt werden. Ein Richter in Peking...

Gabriel muss Freilassung von Journalisten fordern
Reporter ohne Grenzen fordert Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel auf, bei seiner Reise nach Peking am Dienstag die Verfolgung kritischer Journalisten, Blogger und Aktivisten in China...
