Länderportal

Somalia

Somalia gehört für Journalist*innen seit Jahren zu den gefährlichsten Ländern Afrikas. Die islamistische Schabab-Miliz lässt in ihrem Herrschaftsbereich nur politische und religiöse Propaganda zu, hat Dutzende Medienschaffende ermordet und Anfang 2014 die Nutzung des Internets verboten. In der Hauptstadt Mogadischu ist die Lage so gefährlich, dass manche Journalisten in ihren Redaktionsräumen wohnen, um unnötige Wege zu vermeiden. 2018 wurden drei Medienschaffende getötet, drei weitere überlebten Mordversuche. Von Seiten der Regierung drohen willkürliche Medienschließungen, Verhaftung und Folter. Viele Medien sind von Geldgebern mit politischen Interessen abhängig, die im Gegenzug regierungsfreundliche Berichterstattung erwarten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 163 von 180
Ein blau-weißes Polizeifahrzeug fährt über eine Straße, vorbei an Personen und Bäumen; auf der Ladefläche sitzt ein Polizist
Somalia22.01.2021

#FreeThemAll: Kilwe Aden Farah

In Somalia sind in den vergangenen Wochen laut Informationen von Reporter ohne Grenzen mehrere Journalistinnen und Journalisten willkürlich verhaftet worden. Zu den jüngsten Opfern der Verhaftungswelle gehört auch der freien Journalist Kilwe Aden Farah.

mehr
Infografik in Form einer Zielscheibe: 42 Journalist*innen gezielt ermordet, acht bei der Arbeit getötet
Jahresbilanz der Pressefreiheit29.12.2020

Weltweit 50 Medienschaffende getötet

Mindestens 50 Medienschaffende weltweit sind 2020 in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Die weitaus meisten von ihnen wurden gezielt ermordet, weil sie zu Themen wie Korruption, organisiertem Verbrechen oder Umweltzerstörung recherchierten. Mehrere wurden getötet, als sie über Demonstrationen berichteten.

mehr
Subsahara-Afrika04.12.2020

Einschränkungen der Pressefreiheit wegen Corona

Reporter ohne Grenzen und Cartooning for Peace haben die Verstöße gegen die Informations- und Pressefreiheit, die im Zuge der Covid-19-Pandemie in Subsahara-Afrika zugenommen haben, dokumentiert. Gewalt gegenüber Medienschaffenden, neue repressive Regierungsdekrete und mangelnde staatliche Subventionen treten verstärkt auf.

mehr
Alle Meldungen