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Somalia

Somalia gehört für Journalist*innen seit Jahren zu den gefährlichsten Ländern Afrikas. Die islamistische Schabab-Miliz lässt in ihrem Herrschaftsbereich nur politische und religiöse Propaganda zu, hat Dutzende Medienschaffende ermordet und Anfang 2014 die Nutzung des Internets verboten. In der Hauptstadt Mogadischu ist die Lage so gefährlich, dass manche Journalisten in ihren Redaktionsräumen wohnen, um unnötige Wege zu vermeiden. 2018 wurden drei Medienschaffende getötet, drei weitere überlebten Mordversuche. Von Seiten der Regierung drohen willkürliche Medienschließungen, Verhaftung und Folter. Viele Medien sind von Geldgebern mit politischen Interessen abhängig, die im Gegenzug regierungsfreundliche Berichterstattung erwarten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 163 von 180
Somalias Präsident Mohamed Abdullahi Farmajo
Somalia28.10.2020

Regierung will Journalisten-Festnahmen aussetzen

Somalias Regierung hat Reporter ohne Grenzen zugesagt, Verhaftungen von Journalistinnen und Journalisten auszusetzen und den Kampf gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Medienschaffenden voranzutreiben. Die Zusage bei Gesprächen in Mogadischu ist ein wichtiger Schritt zu mehr Schutz für Medienschaffende in dem ostafrikanischen Land.

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Auf eine Mauer wurde die Flagge der halbautonomen Region Puntland gemalt
Somalia15.09.2020

#FreeThemAll: Khadar Awl Ismail

Am 6. September ist der Journalist Khadar Awl Ismail von den Behörden der halbautonomen Region Puntland im nordöstlichen Somalia festgenommen worden. Neben Ismail, der den Radiosender Radio Daljir leitet, wurde auch sein Kollege Abdiqani Ahmed Mohamed verhaftet.

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Somalia14.07.2020

#FreeThemAll Jabir Said Duale

In Somalia sind seit Beginn des Jahres bereits zwanzig Journalistinnen und Journalisten verhaftet worden. Allein im Juni wurden fünf Medienschaffende festgenommen. Das jüngste Opfer der Verhaftungswelle ist Jabir Said Duale.

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