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Belarus

Das Fernsehen und die meisten Printmedien sind in Belarus fest in der Hand des Regimes. Unabhängige Informationen verbreiten vor allem Nachrichten-Seiten im Internet oder Medien, die aus dem Exil arbeiten. Deren Journalist*innen stehen stark unter Druck. Seit Beginn der Massenproteste im August 2020 versucht Präsident Lukaschenko, der das Land seit 1994 diktatorisch regiert, kritische Berichte über die Lage im Land komplett zu unterdrücken. Hunderte Medienschaffende wurden vorübergehend festgenommen, einige zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Im Oktober 2020 verloren sämtliche Korrespondent*innen aus dem Ausland ihre Akkreditierungen, dutzende unabhängiger Nachrichtenseiten wurden gesperrt.

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Rangliste der Pressefreiheit — Platz 158 von 180

Stimmen aus Belarus: Medienschaffende berichten über ihre Arbeit

Reporter ohne Grenzen und das Projekt „Stimmen aus Belarus“ lassen in einer Videoreihe Medienschaffende zu Wort kommen, die über ihre Arbeit seit dem Beginn der Massenproteste gegen Staatschef Alexander Lukaschenko berichten.
Der Journalist Roman Protassewitsch neben dem belarussischen Militär Igor Golub in Minsk.
Belarus02.12.2021

Für den Diktator sind Medien extremistisch

Sechs Monate nach seiner Verhaftung steht der oppositionelle Journalist Roman Protassewitsch noch immer unter Hausarrest. Reporter ohne Grenzen fordert erneut seine sofortige Freilassung und verurteilt zugleich den immer häufigeren Einsatz von „Extremismus“-Anschuldigungen gegen Journalistinnen, Reporter und Redaktionen in Belarus.

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Die Nominierten in der Kategorie Mut der Press Freedom Awards. ©RSF
Press Freedom Awards09.11.2021

RSF gibt Nominierungen 2021 bekannt

Die Nominierten für die Press Freedom Awards 2021 von Reporter ohne Grenzen stehen fest. Die neunköpfige Jury unter Vorsitz von RSF-Präsident Pierre Haski hat vier Journalistinnen, zwei Journalisten und sechs Medienunternehmen oder Journalistenorganisationen aus insgesamt elf Ländern nominiert.

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vier Flaggen der Deutschen Welle
Belarus29.10.2021

Willkürlicher Eingriff in die Pressefreiheit

In Belarus ist der Online-Auftritt der Deutschen Welle in allen 32 Sprachen nicht mehr abrufbar. Reporter ohne Grenzen verurteilt diese Sperrung als willkürlichen Eingriff in die Pressefreiheit. Seit Monaten geht das Lukaschenko-Regime gegen die unabhängigen Medien vor, nun vor allem unter dem Vorwand, sie würden extremistisches Material verbreiten.

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