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Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
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Mosambik
Zentral- und südliches AfrikaMit der Wahl von Daniel Chapo im Oktober 2024, auf die gewaltsame Zusammenstöße mit über 300 Toten folgten, hat sich der stetige Niedergang der Pressefreiheit in Mosambik weiter verschärft.
MEDIEN
In Mosambik gibt es offiziell fast 1.000 Medien, vor allem Zeitungen und Zeitschriften, von denen viele jedoch aufgrund eines fehlenden tragfähigen Geschäftsmodells nicht mehr aktiv sind. Die größte Zeitung ist die von der Regierung kontrollierte staatliche Tageszeitung Noticias. O País ist die beliebteste unabhängige Tageszeitung. Auch die unabhängigen Wochenzeitungen Savana und Canal de Moçambique haben einen hohen Bekanntheitsgrad. Mosambik verfügt darüber hinaus über rund 20 Fernseh- und gut 50 Radiosender.
POLITIK
Zahlreiche Medien werden direkt oder indirekt von den Behörden oder Mitgliedern der regierenden Frelimo-Partei kontrolliert, die seit 50 Jahren die Geschickte des Landes bestimmt. Wie stark die Frelimo die Medien beeinflusst, wurde besonders bei den Kommunalwahlen 2023 und den Parlamentswahlen 2024 deutlich. Die Beobachtermission der Europäischen Union beschrieb die Wahlberichterstattung als unausgewogen.
GESETZE
Journalistische Freiheit und Unabhängigkeit sollten eigentlich durch die Verfassung sowie das Gesetz über die Presse und das Recht auf Information garantiert werden. Allerdings wird das Recht selten umgesetzt. Das Arbeitsumfeld für Medienschaffende wird zunehmend autoritär, der Zugang zu Informationen immer weiter eingeschränkt.
WIRTSCHAFT
Die staatliche Kontrolle der Medien macht sich auch durch die Eigentumsverhältnisse bei Medienunternehmen und die Vergabe von Werbeaufträgen bemerkbar. Die meisten Werbeanzeigen werden von den großen Staatsunternehmen geschaltet, die aus der zentralistischen Planwirtschaft des Kommunismus stammen. Dies ermöglicht Eingriffe in die redaktionellen Entscheidungen staatlicher und privater Medien, die nur wenig Spielraum haben, um den Präsidenten zu kritisieren.
GESELLSCHAFT
Die Folgen von 25 Jahren Einparteienherrschaft (1975–1990) sind in der öffentlichen Debatte noch immer zu spüren. Angst und eine Kultur der Geheimhaltung stellen Hindernisse für die Verbreitung von Informationen dar. Sexismus ist weit verbreitet und schränkt den Zugang von Frauen zu einer journalistischen Tätigkeit ein.
SICHERHEIT
In den vergangenen Jahren haben Angriffe auf Journalist*innen zugenommen. Es gibt Morddrohungen, Schläge durch Ordnungskräfte – selbst Morde wurden nicht geahndet. Während der Ausschreitungen nach den Wahlen im Oktober 2024 wurden Berichterstattende sowohl von Sicherheitskräften als auch von Aktivisten gewaltsam angegriffen. Fünf Medienschaffende kamen ins Krankenhaus. Mehrere Journalist*innen wurden verhaftet, der Internetzugang wurde häufig unterbrochen. Es ist fast unmöglich, in den seit 2017 von Islamisten terrorisierten Norden des Landes zu reisen, ohne verhaftet zu werden. Auch internationale Medien erhalten kaum noch Genehmigungen für ihre Berichterstattung.
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