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Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
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Belarus
Europa - ZentralasienVor Russlands Vollinvasion der Ukraine war Belarus das gefährlichste Land für Journalist*innen in Europa. Die massiven Repressionen gegen unabhängige Berichterstattung bestehen weiter.
MEDIEN
Seit der Unterdrückung der Massenproteste im Jahr 2020 hat Alexander Lukaschenkos Regime den Druck auf belarusische Medien beispiellos verschärft. Die Zerschlagung des wichtigsten und reichweitenstärksten Nachrichtenportals Tut.by im Mai 2021 steht beispielhaft für das repressive Vorgehen der Behörden. Die meisten Redaktionen wurden durchsucht, strafrechtlich verfolgt, von den Behörden verboten, als extremistisch eingestuft und blockiert. Unabhängige Medien arbeiten aus dem Exil. Nur die staatliche Rundfunkanstalt BTRC kann ohne Behinderung im Land arbeiten – und die Propaganda des Regimes verbreiten.
POLITIK
Die Behörden schikanieren unabhängige Journalist*innen mit Zensur, Gewalt und Massenverhaftungen. Ihre Wohnungen und Redaktionen sind Ziel von Durchsuchungen. Im Mai 2021 zwangen die belarusischen Behörden ein Passagierflugzeug zur Landung in Minsk, um den oppositionellen Blogger Roman Protassewitsch zu verhaften und dann zur öffentlichen Kollaboration mit dem Regime zu zwingen. Den Belarusischen Journalistenverband (BAJ) – den größte unabhängige Medienverband des Landes – löste der Staat im August 2021 auf. Die Organisation arbeitet aus dem Exil weiter.
GESETZE
Nach den Massenprotesten verschärfte das Regime mehrere Gesetze, um gegen unabhängige Medienschaffende vorzugehen. Der Instrumentenkasten reicht dabei von der Blockierung von Webseiten über Strafverfahren gegen Journalist*innen bis zur Einstufung der meisten Medien und Medienschaffenden als extremistische Organisationen oder Materialien. Diese Extremismus-Listen werden wöchentlich aktualisiert. Es drohen Haftstrafen von bis zu sieben Jahren.
WIRTSCHAFT
Die überwiegende Mehrheit der unabhängigen Medien arbeitet mittlerweile aus dem Exil. Dadurch fallen die Einnahmen aus Werbeanzeigen, die bis 2020 den Hauptteil ihrer Einnahmen ausmachten, weg. Deshalb sind sie inzwischen hauptsächlich von ausländischen Geldgebern abhängig.
GESELLSCHAFT
Weltweit gehört Belarus zu den Ländern mit den meisten inhaftierten Medienschaffenden. Unter Ihnen sind viele Frauen wie etwa Liudmila Tschekina, die frühere Geschäftsführerin des Nachrichtenportals Tut.by. Sie soll laut dem Regime zum Sturz der verfassungsmäßigen Ordnung aufgerufen haben und wurde im März 2023 zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Seit 2025 gibt es gelegentliche Entlassungswellen politischer Gefangener, wobei auch Journalist*innen freikommen. Gleichzeitig läuft die Verhaftungsmaschine des Regimes weiter und Journalist*innen werden zu jahrelangen Gefängnisstrafen verurteilt.
SICHERHEIT
Bis zu 600 Journalisten mussten nach 2020 ins Exil gehen. Wer das Land nicht verlassen konnte, arbeitet zumeist anonym und unter großem persönlichen Risiko. Unabhängige Medienschaffende werden verhaftet, gefoltert und in Haft misshandelt. Viele Journalist*innen sind durch die systematischen Repressionen traumatisiert.
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Aktuelles
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Reporter ohne Grenzen (ROG) ist empört über die Festnahmen von mehreren Mitarbeitern unabhängiger Medien in Belarus in den vergangenen Tagen. Seit Dienstag wurden unter anderem die Redaktionsräume der...

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- Jahresbilanz der Pressefreiheit 2017
Weltweit 65 Medienschaffende getötet
Im zu Ende gehenden Jahr sind weltweit mindestens 65 Journalisten, Bürgerjournalisten und andere Medienmitarbeiter in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Fast die Hälfte von ihnen...

- Rangliste der Pressefreiheit 2017
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Medienfeindliche Rhetorik führender Politiker, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zu einer Verschlechterung der Lage für Journalisten und Medien weltweit...

- Jahresbilanz der Pressefreiheit 2016
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Im zu Ende gehenden Jahr sind weltweit mindestens 74 Journalisten, Bürgerjournalisten und Medienmitarbeiter wegen ihrer Arbeit getötet worden. Fast drei Viertel von ihnen wurden gezielt angegriffen....

- Jahresbilanz der Pressefreiheit 2016
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Die Repressionswelle seit dem Putschversuch in der Türkei hat die Zahl der weltweit inhaftierten Journalisten in diesem Jahr deutlich in die Höhe getrieben. Das geht aus dem heute veröffentlichten...

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Journalisten und unabhängige Medien stehen weltweit unter zunehmendem Druck. In allen Weltregionen ist im vergangenen Jahr ein Rückgang ihrer Freiräume zu beobachten gewesen. Das geht aus der...

- Jahresbilanz der Pressefreiheit 2015
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Im zu Ende gehenden Jahr sind weltweit 110 Journalisten getötet worden. Mindestens 67 von ihnen starben nach Recherchen von Reporter ohne Grenzen wegen ihrer Arbeit – einer mehr als im Jahr 2014....

- Jahresbilanz der Pressefreiheit 2015
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Weltweit sind derzeit 54 Journalisten entführt, ein Drittel mehr als zum gleichen Zeitpunkt Ende 2014. Das geht aus dem heute veröffentlichten ersten Teil der Jahresbilanz der Pressefreiheit von...

- Belarus
Hacker-Attacken auf unabhängige Online-Medien
Reporter ohne Grenzen kritisiert die Angriffe auf unabhängige Online-Medien wenige Tage vor der Präsidentenwahl in Belarus am 11. Oktober. Die Seiten der Nachrichtenagentur Belapan und der...

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Unter den Flüchtlingen, die übers Mittelmeer nach Europa kommen, sind auffallend viele Männer und Frauen aus Eritrea, die dem menschenverachtenden System des Diktators Isaias Afewerki entkommen...

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Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die Rangliste der Pressefreiheit 2015. In der Mehrzahl der 180 bewerteten Länder ist die Lage für Journalisten und unabhängige Medien im vergangenen Jahr...

- International
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