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Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
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Litauen
Europa - ZentralasienTrotz Schwächen im Rechtssystem, finanzieller Engpässe und Spannungen mit der Regierung arbeiten Journalist*innen in einem vergleichsweise zugeneigten Umfeld. Seit der Covid-19-Pandemie sind gewaltsame verbale Angriffe gegen die Medienschaffende alltäglich.
MEDIEN
Die Medienlandschaft wird von der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt LRT, der Gruppe TV3 mit neun Fernseh- und drei Radiosendern sowie von der LNK-Gruppe mit fünf Fernsehsendern beherrscht. Dazu kommen viele kleinere Medienunternehmen. Zahlreiche Online-Medien, von denen sich viele auf investigativen Journalismus konzentrieren, werden vor allem von der jüngeren Generation genutzt.
POLITIK
Obwohl die angespannten Beziehungen zwischen Regierung und Medienschaffenden mit jeder neuen Krise weiter unter Druck geraten, sind politische Angriffe auf Medienschaffende selten geworden. Allerdings wird den Medien relativ häufig ohne Begründung der Zugang zu öffentlichen Informationen verweigert. Die Regulierungs- und Aufsichtsorgane im Medienbereich konnten historisch weitgehend frei von politischem Einfluss agieren. Jüngste geplante Änderungen am Gesetz über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben jedoch erhebliche Bedenken ausgelöst, da sie den politischen Druck auf den Sender LRT erhöhen und die Schutzmechanismen für seine Unabhängigkeit schwächen könnten.
GESETZE
Nicht immer schützen die litauischen Gesetze die Rechte von Medienschaffenden. Ethische Fragen fallen in den Bereich der Selbstregulierung und werden von einem gesetzlich beauftragten Verband behandelt. Dieses Gremium wird von einem Teil des Berufsstandes in Frage gestellt. In manchen Fällen geben die Gerichte dem Schutz privater Daten Vorrang vor der Pressefreiheit. Immerhin verabschiedete das Parlament 2022 ein Gesetz, das Journalist*innen besser vor missbräuchlichen SLAPP-Klagen schützen könnte.
WIRTSCHAFT
Der Lokaljournalismus leidet seit Jahren unter chronischer Unterfinanzierung, auch wenn das Finanzierungsmodell kürzlich reformiert wurde. Der neu geschaffene Medienförderfonds verspricht, unabhängigen und kulturell ausgerichteten Journalismus stärker zu unterstützen. Dennoch bleibt das wirtschaftliche Überleben auf dem Markt, insbesondere für kleinere Redaktionen, äußerst schwierig.
GESELLSCHAFT
Medienschaffende genießen weitgehend Respekt in der Gesellschaft – mit Ausnahme einiger verschwörungsideologischer Gruppen. Dies zeigte sich deutlich, als Tausende Menschen an Protesten zur Unterstützung von LRT und freier Medien teilnahmen. Zwar gibt es keine systematischen Versuche, hochwertigen Journalismus zu zensieren, doch sehen sich Journalist*innen bei der Berichterstattung über bestimmte historische oder geschlechterpolitische Themen mit Selbstzensur konfrontiert.
SICHERHEIT
Die verbalen Angriffe auf Medienschaffende während der Proteste gegen die Corona-Regeln waren ein Schock. Journalist*innen waren in Litauen zuvor nur selten mit Androhungen von Gewalt konfrontiert.
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Aktuelles
- International
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit
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- International
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Im zu Ende gehenden Jahr sind weltweit mehr als doppelt so viele Journalisten entführt worden wie 2012. Ihre Zahl stieg auf 87 im Vergleich zu 38 im Vorjahr. Das geht aus der heute veröffentlichten...

- International
ROG veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit. Besonders in den arabischen Ländern wird nach den Umbrüchen und Protesten des Jahres 2011 erkennbar, ob...

Jahresbilanz: 88 Journalisten und 47 Blogger getötet
88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten wurden 2012 bei ihrer Arbeit getötet – mehr als je zuvor, seit Reporter ohne Grenzen 1995 die erste Jahresbilanz veröffentlichte. Das geht aus...

- Rangliste der Pressefreiheit
Aufstände in den arabischen Ländern verändern Rangliste stark / Wachsende Gegensätze in Europa
Wie eng Demokratie und Medienfreiheit zusammenhängen, zeigt die Rangliste der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen (ROG) in diesem Jahr zum 10. Mal herausgibt. Die Liste spiegelt die...

- ROG-Bilanz 2011
66 Journalisten getötet / Zahl der Festnahmen und Übergriffe wieder gestiegen
Mindestens 66 Journalisten sind bereits in diesem Jahr während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind neun Reporter mehr als im Vorjahr (2010: 57 Journalisten). Auch die Zahl...

- ROG-Bilanz 2010
57 Journalisten in 25 Ländern getötet / Zahl der entführten Medienmitarbeiter gestiegen
Mindestens 57 Journalisten und ein Medienassistent sind im Jahr 2010 während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind 19 Medienmitarbeiter weniger als im Vorjahr (2009: 76...

- Rangliste der Pressefreiheit 2010
Europäische Staaten fallen weiter zurück / Wachsende Gegensätze innerhalb der EU / Keine Bewegung auf den hintersten Rängen
Die Lage der Medienfreiheit in Europa hat sich weiter verschlechtert. Dies zeigt die heute veröffentlichte Rangliste der Pressefreiheit 2010 von Reporter ohne Grenzen (ROG). Der bereits bei der...

- Rangliste der Pressefreiheit 2009
Rangliste der Pressefreiheit 2009: Vorreiterrolle der europäischen Staaten in Gefahr
Mit Sorge betrachtet Reporter ohne Grenzen (ROG) die sukzessive Verschlechterung der Situation von Medien und Journalisten in einigen europäischen Ländern. Anlässlich der Veröffentlichung der neuen...

- Rangliste der Pressefreiheit 2009
ROG-Bericht zur Pressefreiheit: Bulgarien ist Schlusslicht in der EU
Die Informationsvielfalt und der investigative Journalismus sind in Bulgarien ernsthaft bedroht. Dies ist das Ergebnis eines neuen Berichtes von Reporter ohne Grenzen (ROG) zur Lage der Pressefreiheit...

- Rangliste der Pressefreiheit 2008
Kritik an mangelndem öffentlichen Einsatz für Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen (ROG) hat politischen Akteuren in aller Welt „Versagen und Doppelzüngigkeit“ bei der Verteidigung der Meinungsfreiheit vorgeworfen. „Das fehlende Rückgrat einiger westlicher...

- Rangliste der Pressefreiheit 2007
Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht
An Spitze und Schluss verändert sich wenig / Bewegungen im Mittelfeld. Reporter ohne Grenzen (ROG) veröffentlicht heute zum sechsten Mal die Rangliste der Pressefreiheit. Sie vergleicht die Lage der...

- Rangliste der Pressefreiheit 2006
Demokratien müssen sich stärker für Pressefreiheit einsetzen
„Die Lage der Pressefreiheit ist weltweit alarmierend“, so das Fazit von Reporter ohne Grenzen (ROG) zu dem heute erscheinenden Jahresbericht der Organisation. „Erschreckend viele Journalisten und...

- Rangliste der Pressefreiheit 2005
Nord-Korea ist Schlusslicht westliche Demokratien rutschen ab
Nordkorea ist auch in diesem Jahr Schlusslicht der heute veröffentlichten vierten Rangliste zur weltweiten Situation der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (167. und letzter Rang). Es folgen...

Bilanz 2004: Tödlichstes Jahr für Journalisten seit einem Jahrzehnt
Berlin/Paris, 5. Januar 2005. Im vergangenen Jahr sind mindestens 53 Journalistinnen und Journalisten während oder wegen ihrer Arbeit ums Leben gekommen. Dies sind die höchsten Zahlen seit 1995;...
