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Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
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Nach dem Bürgerkrieg hat das Land seit Mitte der 2000er-Jahre eine politische Stabilität erreicht, die sich positiv auf die Entwicklung der Medien auswirkt. Angriffe auf Journalist*innen finden jedoch weiterhin statt und bleiben ungestraft.
MEDIEN
Nach dem Ende des Bürgerkriegs (1999–2003) ist der Mediensektor in Liberia stark gewachsen. Heute gibt es mehr als 40 Printmedien, über 130 Radiosender, mehrere Fernsehsender und eine große Zahl von Online-Medien. Das Radio ist nach wie vor die wichtigste Informationsquelle.
POLITIK
Nach der Verabschiedung eines Gesetzes, das die Gründung von Medienunternehmen erleichtert, haben viele Politiker*innen die Gelegenheit genutzt. Die Leitung der neu gegründeten Medien haben sie ihnen nahestehenden Personen übertragen. Dies hat nicht nur zu einer starken Zunahme von Medien insgesamt geführt, sondern auch dazu, dass Politiker*innen verstärkt die Inhalte beeinflussen. Die Regierung übt nach wie vor großen Einfluss auf staatliche Medien aus; lokale Beamte kontrollieren häufig die Inhalte und Arbeitsweise von Bürgerradios.
GESETZE
Das rechtliche Umfeld hat sich deutlich verbessert. Mit dem 2018 verabschiedeten Pressegesetz wurden die Straftatbestände der Verleumdung des Staatsoberhaupts und der Aufwiegelung abgeschafft. Die Verfassung garantiert Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit; außerdem gibt es ein Gesetz über den Zugang zu Informationen. Der nationale Presserat, der 2016 auf Initiative der Journalistengewerkschaft Press Union of Liberia (PUL) eingerichtet wurde, ermöglicht den Medien die Selbstregulierung mittels eines Verhaltenskodex.
WIRTSCHAFT
Das wirtschaftliche Umfeld ist schwierig und der Werbemarkt sehr schwach. Regierungskritische Medien haben keinen Zugang zu den Werbeaufträgen der großen Staatsunternehmen, deren Vergabe vom Informationsministerium abhängt. Journalist*innen gehören zu den am schlechtesten bezahlten Berufsgruppen im Land. Nachrichten-Webseiten sind oft gezwungen, im Gegenzug für finanzielle Unterstützung PR-Artikel zu schreiben – eine Praxis, die die Unabhängigkeit der Medien gefährdet.
GESELLSCHAFT
Es gibt immer noch Themen, die von den Medien als Tabu betrachtet werden, darunter die Genitalverstümmelung von Frauen sowie die Freimaurerei. Journalist*innen, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen, werden bedroht, sodass Selbstzensur weit verbreitet ist.
SICHERHEIT
Die Medien sind häufig Angriffen ausgesetzt. Der Hauptsitz der größten unabhängigen Mediengruppe des Landes, Spoon Network, wurde im Mitte 2023 für 40 Tage geschlossen. Die Concord Times, eines der ältesten Medien des Landes, wurde nach einer Untersuchung über den Stahlriesen Arcelor Mittal seit mehr als drei Jahren geschlossen. Journalist*innen sind auch Opfer von Schikanen durch Justiz und Polizei. 2022 wurde eine investigative Journalistin wegen „ordnungswidrigen Verhaltens“ zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Drei weitere Reporter wurden von Sicherheitspersonal und Politikern angegriffen.
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