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Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
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Belize
AmerikaDie Regierung in Belize pflegt grundsätzlich ein offenes Verhältnis zur Presse. Journalist*innen klagen jedoch über einen Mangel an Transparenz.
MEDIEN
Die Medien in Belize sind stark polarisiert, sodass Berichterstattung über politische Themen oder Strafprozesse meist sehr kontrovers ist. Wenn Journalist*innen über aktuelle Ereignisse berichten, bleiben sie in der Regel einer der beiden großen Parteien gegenüber loyal. Die größten unabhängigen Zeitungen des Landes sind Amandala und The Reporter. Channel 5 und Channel 7 sind die beiden meistgesehenen Fernsehsender. Einige Webseiten geben sich als professionelle Nachrichtenmedien aus, sind aber eindeutig parteipolitisch ausgerichtet. Viele junge Menschen nutzen häufiger Online-Medien wie Breaking Belize News als traditionelle Zeitungen oder Fernsehsendungen.
POLITIK
Belize ist eine parlamentarische Mehrparteienmonarchie und Mitglied des Commonwealth. Der Premierminister ist Regierungschef, die Generalgouverneurin vertritt den britischen König als Staatsoberhaupt. Im Land herrschen seit vier Jahrzehnten relativ stabile politische Verhältnisse: Die beiden größten politischen Parteien wechseln sich mehr oder weniger regelmäßig an der Spitze des Landes ab. Berichte über Verbrechen und Politik führen oft zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Medien und der Regierung. Politiker*innen werfen einigen Medien regelmäßig vor, mit diesen Themen „Sensationsmacherei“ zu betreiben und so die Haupteinnahmequelle des Landes, den Tourismus, zu gefährden.
GESETZE
Kritische Journalist*innen und Medienhäuser müssen mit Einschüchterungen von staatlichen Stellen rechnen, die ihnen mit kostspieligen und langwierigen Verleumdungsklagen drohen.
WIRTSCHAFT
Da es keine Tageszeitungen gibt, ist die Zahl der Medien insgesamt klein. Die meisten privaten Medien stehen den politischen Parteien nahe, unabhängige Medien gibt es kaum. Für sie ist es sehr schwierig, ausreichende finanzielle Mittel aufzubringen. Die meisten Werbemittel kommen von der Regierung, und ihre Verteilung hängt stark damit zusammen, welche Partei gerade an der Macht ist. Mit dem Anstieg der Online-Werbung sind Medienunternehmen weniger auf individuelle Werbeverträge mit belizischen Unternehmen angewiesen.
GESELLSCHAFT
Belize, das ehemalige Britisch-Honduras, erlangte 1981 seine Unabhängigkeit. Das Land ist mit einer Bevölkerung von etwas mehr als 400.000 Menschen relativ dünn besiedelt, hat aber eine der höchsten Mordraten weltweit. Kriminalfälle und das politische Leben sind die beiden Themen, über die die Medien am häufigsten berichten. Englisch ist die Amtssprache, doch viele Menschen sprechen nur Spanisch. Da Nachrichten meist nur auf Englisch veröffentlicht werden, kann sich ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung nur eingeschränkt informieren.
SICHERHEIT
Journalist*innen werden gelegentlich bedroht, eingeschüchtert und belästigt. Vor allem Berichte über Strafverfahren führen häufig zu Drohungen durch Angeklagte oder deren Angehörige.
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