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Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
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Brunei
Asien - PazifikSelbstzensur ist für viele Journalist*innen an der Tagesordnung. Die ohnehin schon repressive Gesetzgebung wurde durch die Einführung einer sehr strengen Variante der Scharia weiter verschärft.
MEDIEN
Für Journalist*innen, die bei dem staatlichen Sender Radio Television Brunei oder bei den führenden Tageszeitungen arbeiten, ist Selbstzensur die Regel. Die meisten Medien stehen unter direkter Kontrolle der Familie des Sultans.
POLITIK
Die gesamte Macht liegt beim Sultan. Die repressive Gesetzgebung, die durch die Einführung einer sehr strengen Version der Scharia noch verschärft wurde, reicht aus, um jegliche Kommentare in Medien zu unterbinden, die als Kritik am Sultanat ausgelegt werden könnten. Sultan Hassanal Bolkiah ist seit 1967 an der Macht und regiert das Land mit eiserner Hand.
GESETZE
Die Veröffentlichung von Inhalten, die die „Bedeutung der nationalen Philosophie“ untergraben, wird nach dem Gesetz gegen Aufwiegelung mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft. Medienschaffenden drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis für Beiträge oder Artikel, die als „böswillig“ eingestuft werden. Außerdem sieht das Strafgesetzbuch von 2019 die Todesstrafe für jede Äußerung oder Veröffentlichung vor, die als Blasphemie oder Befürwortung der Apostasie erachtet wird.
WIRTSCHAFT
In Staatsbesitz befindliche Medien haben keine größeren Finanzierungsprobleme, da sie direkt vom Öl- und Gasreichtum des Landes profitieren. Die Kehrseite der Medaille ist das völlige Fehlen redaktioneller Unabhängigkeit.
GESELLSCHAFT
2013 führte Brunei Darussalam als einziger Staat in Südostasien die Scharia auf seinem gesamten Staatsgebiet ein. Das Gesetz, das nur für Muslime gilt, sieht Auspeitschungen bei Alkoholkonsum oder Abtreibung und Steinigung bei Ehebruch vor. Medienschaffende wissen, dass es für sie sehr gefährlich wäre, diese Praktiken zu hinterfragen, und sprechen sie daher nicht an, sodass keine öffentliche Debatte über diese Themen stattfindet.
SICHERHEIT
Die Behörden können Medien, die rote Linien überschreiten, ohne Angabe von Gründen schließen und Medienschaffende wegen „falscher oder böswilliger“ Berichterstattung inhaftieren. Blogger*innen, die unabhängige Inhalte veröffentlichen, können selbst dann wegen Verleumdung verklagt werden, wenn sie ihren Artikel oder ihr Video später löschen.
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Aktuelles
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ROG veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit
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Jahresbilanz: 88 Journalisten und 47 Blogger getötet
88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten wurden 2012 bei ihrer Arbeit getötet – mehr als je zuvor, seit Reporter ohne Grenzen 1995 die erste Jahresbilanz veröffentlichte. Das geht aus...

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Aufstände in den arabischen Ländern verändern Rangliste stark / Wachsende Gegensätze in Europa
Wie eng Demokratie und Medienfreiheit zusammenhängen, zeigt die Rangliste der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen (ROG) in diesem Jahr zum 10. Mal herausgibt. Die Liste spiegelt die...

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66 Journalisten getötet / Zahl der Festnahmen und Übergriffe wieder gestiegen
Mindestens 66 Journalisten sind bereits in diesem Jahr während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind neun Reporter mehr als im Vorjahr (2010: 57 Journalisten). Auch die Zahl...

- ROG-Bilanz 2010
57 Journalisten in 25 Ländern getötet / Zahl der entführten Medienmitarbeiter gestiegen
Mindestens 57 Journalisten und ein Medienassistent sind im Jahr 2010 während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind 19 Medienmitarbeiter weniger als im Vorjahr (2009: 76...

- Rangliste der Pressefreiheit 2010
Europäische Staaten fallen weiter zurück / Wachsende Gegensätze innerhalb der EU / Keine Bewegung auf den hintersten Rängen
Die Lage der Medienfreiheit in Europa hat sich weiter verschlechtert. Dies zeigt die heute veröffentlichte Rangliste der Pressefreiheit 2010 von Reporter ohne Grenzen (ROG). Der bereits bei der...

- Rangliste der Pressefreiheit 2009
Rangliste der Pressefreiheit 2009: Vorreiterrolle der europäischen Staaten in Gefahr
Mit Sorge betrachtet Reporter ohne Grenzen (ROG) die sukzessive Verschlechterung der Situation von Medien und Journalisten in einigen europäischen Ländern. Anlässlich der Veröffentlichung der neuen...

- Rangliste der Pressefreiheit 2009
ROG-Bericht zur Pressefreiheit: Bulgarien ist Schlusslicht in der EU
Die Informationsvielfalt und der investigative Journalismus sind in Bulgarien ernsthaft bedroht. Dies ist das Ergebnis eines neuen Berichtes von Reporter ohne Grenzen (ROG) zur Lage der Pressefreiheit...

- Rangliste der Pressefreiheit 2008
Kritik an mangelndem öffentlichen Einsatz für Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen (ROG) hat politischen Akteuren in aller Welt „Versagen und Doppelzüngigkeit“ bei der Verteidigung der Meinungsfreiheit vorgeworfen. „Das fehlende Rückgrat einiger westlicher...

- Rangliste der Pressefreiheit 2007
Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht
An Spitze und Schluss verändert sich wenig / Bewegungen im Mittelfeld. Reporter ohne Grenzen (ROG) veröffentlicht heute zum sechsten Mal die Rangliste der Pressefreiheit. Sie vergleicht die Lage der...

- Rangliste der Pressefreiheit 2006
Demokratien müssen sich stärker für Pressefreiheit einsetzen
„Die Lage der Pressefreiheit ist weltweit alarmierend“, so das Fazit von Reporter ohne Grenzen (ROG) zu dem heute erscheinenden Jahresbericht der Organisation. „Erschreckend viele Journalisten und...

- Rangliste der Pressefreiheit 2005
Nord-Korea ist Schlusslicht westliche Demokratien rutschen ab
Nordkorea ist auch in diesem Jahr Schlusslicht der heute veröffentlichten vierten Rangliste zur weltweiten Situation der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (167. und letzter Rang). Es folgen...

Bilanz 2004: Tödlichstes Jahr für Journalisten seit einem Jahrzehnt
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- Rangliste der Pressefreiheit 2004
Dritte Rangliste zur Pressefreiheit weltweit
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