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Türkei

Seit der Niederschlagung des Putschversuchs von 2016 gehen Regierung und Justiz härter denn je gegen kritische Journalist*innen vor. Dutzende wurden aufgrund ihrer Berichterstattung zu teils langjähriger Haft verurteilt, viele warten seit Jahren auf ihre Urteile oder wehren sich in Berufungsinstanzen gegen Haftstrafen. Andere sind ins Ausland geflohen. Ausländische Korrespondent*innen warten mitunter monatelang auf die Verlängerung ihrer Akkreditierungen. Die einst pluralistische Medienlandschaft steht inzwischen fast vollständig unter Kontrolle der Regierung oder regierungsnaher Geschäftsleute. Im Internet werden Tausende journalistische Beiträge blockiert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 154 von 180
Interview

Zum Weltfrauentag: Verfolgte Journalist*innen

Weltweit werden auch Journalist*innen immer stärker verfolgt. Wir haben mit zwei aus der Türkeiüber ihre Arbeitsbedingungen gesprochen.

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© picture alliance/ASIAN NEWS NETWORK/The Phnom Penh Post

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Ein Zeichen für die Pressefreiheit in der Türkei

Fonts for Freedom

Mit der Webseite fonts-for-freedom.com stellt ROG sicher, dass die Schriftarten der geschlossenen Medien symbolisch weiter existieren und verwendet werden können. Die Schriftarten sind nach den entsprechenden Zeitungen benannt und bleiben auf diese Weise namentlich dauerhaft in Erinnerung. 

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Eine Frau mit braunen Haaren spricht in ein blaues Mikrofon.
Türkei05.03.2021

#FreeThemAll: Mesale Tolu

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die türkische Justiz dazu aufgefordert, die Journalistin Mesale Tolu freizusprechen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr „Terrorpropaganda“ und „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“ vor.

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Eine Frau mit Kopftuch steht zwischen anderen Menschen und spricht in Mikrofone.
Saudi-Arabien / Türkei04.03.2021

Khashoggi-Prozess: Gericht lehnt CIA-Bericht ab

Im Khashoggi-Mordprozesses in der Türkei hat es das Gericht abgelehnt, den kürzlich veröffentlichten US-Geheimdienstbericht als Beweismittel zuzulassen, der Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed eine Schlüsselrolle zuschreibt. RSF beobachtet das Verfahren durchgehend vor Ort in Istanbul und war auch am dritten Prozesstag im Gerichtssaal vertreten.

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Mesale Tolu trägt ein schwarzes Kleid und sitzt an einem Tisch. Sie spricht in die Mikrofone verschiedener deutscher Fernsehsender hinein.
Türkei10.02.2021

Mesale Tolu endlich freisprechen

Reporter ohne Grenzen fordert die türkische Justiz auf, Mesale Tolu freizusprechen. Der Prozess gegen die aus Ulm stammende Journalistin geht nun in Istanbul weiter. Ihr wird „Terrorpropaganda“ und „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“ vorgeworfen. Sie ist eine von mehr als 200 Medienschaffenden, die wegen ihrer Arbeit in der Türkei im Gefängnis saßen.

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© picture alliance / abaca
Länderbericht

Der Kurdenkonflikt
und die Medienfreiheit

Das Ende des Waffenstillstands mit der militanten Kurdischen Arbeiterpartei PKK 2015 bedeutete neue Einschränkungen für die Medien.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Bei Recherche verschwunden

Korrespondent Nazım Babaoğlu wollte 1994 einem Hinweis auf die Aktivitäten einer regierungstreuen Miliz nachgehen. Von der Recherche kehrte er nicht zurück.

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