Erklärvideos

Diese Videoreihe ist in Kooperation zwischen Reporter ohne Grenzen und der University of Europe for Applied Sciences entstanden. Studierende entwickelten im Rahmen des Seminars „Motion Graphics/ Infofilm“ im Wintersemester 2020/2021 Erklärvideos rund um die Themen Presse- und Informationsfreiheit.

Dual Use | einfach erklärt

Rüstungsgüter, die sowohl zivil als auch militärisch gebraucht werden, stellen ein Kernthema im Kampf um die Pressefreiheit dar. Besonders Technologien wie Überwachungssysteme können von autoritären Staaten missbraucht und als Baustein landesweiter Unterdrückung eingesetzt werden. Deshalb fordert Reporter ohne Grenzen striktere Kontrollen, sodass Überwachungstechnologie nur noch dann exportiert wird, wenn das Risiko für Menschenrechtsverletzungen durch Prüfmechanismen gemindert wird.

Informationsfreiheitsgesetz | einfach erklärt

Der Zugang zu Informationen ist eine Voraussetzung für Journalist*innen, um ihrer Kontrollfunktion nachkommen und so Unrecht, Amtsmissbrauch oder Korruption aufdecken zu können. Das Recht auf die Bereitstellung von behördlichen Dokumenten, wie Berichte, Protokolle oder Gutachten, wird vom Informationsfreiheitsgesetz (IFG) geregelt. Dabei werden Anfragen auf Basis von solchen Auskunftsrechten häufig trotzdem abgewehrt.

Straflosigkeit in Mexiko | einfach erklärt

Mexiko ist für Medienschaffende eins der gefährlichsten Länder der Welt. Grund dafür ist unter anderem Straflosigkeit für Verbrechen an Journalist*innen. Sie werden häufig nicht verfolgt, da der Staat aufgrund von politischen Interessen oder Ressourcen unwillig oder unfähig ist, die Verantwortlichen zu finden und zu belangen. Die fast nie erfolgende Bestrafung führt zu Angst, Eigenzensur oder Flucht von Medienschaffenden.

Verfassungsschutzgesetz | einfach erklärt

Der Einsatz von Schadsoftwares zur Überwachung und Aufdeckung von Straftaten führt oft zu Menschenrechtsverletzungen. Auch Medienschaffende sind, besonders in repressiven Staaten, nicht vor Malware-Programmen, wie zum Beispiel Trojanern, geschützt. Pressefreiheit setzt jedoch voraus, dass Journalist*innen vertraulich mit ihren Quellen kommunizieren können. Ein Gesetz zur Telekommunikationsüberwachung muss garantieren, dass dies immer noch gewährleistet werden kann.

Whistleblowing | einfach erklärt

Whistleblower*innen enthüllen brisante Informationen aus Unternehmen oder Institutionen und stellen damit eine der zentralen Quellen für investigative Journalist*innen dar. Dabei handelt es sich meist um Fakten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, aber von hohem öffentlichem Interesse sind. So kann auf Missstände hingewiesen werden. Da den Hinweisgebenden dadurch jedoch häufig Konsequenzen, wie der Verlust ihres Arbeitsplatzes oder eine Freiheitsstrafe drohen, müssen sie durch Gesetze geschützt werden.

Warum Facebook & Co. Regeln brauchen

Täglich lesen wir Nachrichten auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken. Aber welche Rolle nehmen diese Plattformen bei der Auswahl dieser Nachrichten ein? Reguliert das irgendjemand? Und was sind eigentlich Informationsintermediäre? Dieses Video ist eine Eigenproduktion des RSF-Teams.