Länderportal

Afghanistan

Afghanistan ist eins der der gefährlichsten Länder weltweit für Journalist*innen. 2018 allein starben mindestens 15 Medienschaffende bei mehreren Bombenanschlägen. Journalist*innen werden von verschiedenen Konfliktparteien bedroht. Der Krieg mit den Taliban und dem „Islamischen Staat“ sowie Übergriffe durch Warlords und korrupte Politiker*innen gefährden die Pressefreiheit. Es wächst die Sorge, dass im Zuge der internationalen Friedensbemühungen grundlegende Freiheiten wie die Pressefreiheit zu kurz kommen. Besonders gefährdet sind Frauen. Daher hat ROG 2017 in Kabul das Zentrum für den Schutz von Journalistinnen eröffnet, das sich für die Sicherheit von Frauen in Medienberufen einsetzt und ihnen hilft, gegen den sozialen Druck in einer patriarchalischen Gesellschaft anzukämpfen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 122 von 180
Infografik in Form einer Zielscheibe: 42 Journalist*innen gezielt ermordet, acht bei der Arbeit getötet
Jahresbilanz der Pressefreiheit29.12.2020

Weltweit 50 Medienschaffende getötet

Mindestens 50 Medienschaffende weltweit sind 2020 in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Die weitaus meisten von ihnen wurden gezielt ermordet, weil sie zu Themen wie Korruption, organisiertem Verbrechen oder Umweltzerstörung recherchierten. Mehrere wurden getötet, als sie über Demonstrationen berichteten.

mehr
Jimmy Lai umgeben von Kameras und Menschen mit Protestschildern
Russland/Afghanistan/Ägypten/Hongkong08.12.2020

RSF Press Freedom Awards 2020 verliehen

Bei den RSF Press Freedom Awards 2020 wurden die russische Journalistin Jelena Milaschina mit dem Preis für Mut, der afghanische Radiosender Merman mit dem Preis für Wirkung und die ägyptische Chefredakteurin Lina Attalah mit dem Preis für Unabhängigkeit ausgezeichnet. Ein Sonderpreis ging an den Gründer der Hongkonger Tageszeitung Apple Daily, Jimmy Lai.

mehr
Afghanistan23.07.2020

#FreeThemAll: Mahboboalah Hakimi

In Afghanistan ist der Journalist Mahboboalah Hakimi erneut festgenommen worden. Agenten der Nationalen Sicherheitsdirektion (NDS), hatten Hakimi ursprünglich am 1. Juli verhaftet, jedoch nach einer Woche wieder aus der Haft entlassen.

mehr
Alle Meldungen