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Russland

Das Fernsehen bleibt in Russland die wichtigste Nachrichtenquelle und ist fest in staatlicher Hand. Seit den Massenprotesten 2011/12 gegen Präsident Putin hat die Regierung die Zensur auch im Internet massiv verschärft. Webseiten können ohne Gerichtsbeschluss gesperrt werden, für kritische Kommentare droht aufgrund vage formulierter Anti-Extremismus-Gesetze jahrelange Haft. Mit dem Überwachungssystem SORM kann der Kreml die Kommunikation der Bevölkerung in großem Stil überwachen. Journalist*innen, die Geld aus dem Ausland erhalten, gelten als „ausländische Agenten“. Gewalt gegen Medienschaffende wird selten bestraft. Aus Tschetschenien und der annektierten Krim dringen nur noch wenige unabhängige Nachrichten nach außen.

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Rangliste der Pressefreiheit — Platz 150 von 180

Alles unter Kontrolle? Internetzensur und Überwachung in Russland - Update

Vor den Wahlen in Russland am 19. September hat der Kreml die Zensur massiv verstärkt: Fünf unabhängige Nachrichtenportale mussten schließen, immer mehr Journalist*innen werden zu „ausländischen Agent*innen“ erklärt. Unser neuer Bericht zeigt, wie die Staatsführung unter Präsident Putin unabhängigen Journalismus bekämpft.
Der bekannte Journalist und Kreml-Kritiker Viktor-Schenderowitsch. ©picture alliance / dpa / TASS-Valery Sharifulin
Russland18.01.2022

Kritische Journalisten verlassen das Land

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die massive Einschränkung der Pressefreiheit in Russland. Mehr als hundert Medien und Einzelpersonen hat das Justizministerium inzwischen zu "ausländischen Agentinnen und Agenten" erklärt. Viele Redaktionen haben ihre Arbeit deshalb eingestellt, Medienschaffende gehen aus Angst vor Verfolgung ins Exil.

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Symbolbild: Journalisten in Gefahr. Ein Bild eines Presseausweises, getränkt von Blut. ©picture alliance / Bildagentur-online/Ohde | Bildagentur-online/Ohde
Weltweit09.12.2021

1600 Journalisten in den letzten 20 Jahren getötet

Am 10. Dezember wird im norwegischen Oslo der Friedensnobelpreis offiziell verliehen, zum ersten Mal seit mehr als 80 Jahren an eine Journalistin und einen Journalisten. Die beiden Preisträger, Maria Ressa aus den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland, stehen gemeinsam für den mutigen Kampf für die Meinungsfreiheit.

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Philippinen / Russland08.10.2021

Starke Botschaft für mutigen Journalismus

Reporter ohne Grenzen freut sich sehr über die Verleihung des Friedensnobelpreises an Maria Ressa und Dmitri Muratow. Die philippinische Journalistin Ressa, Gründerin des investigativen Mediums Rappler, und Muratow, Redakteur der regierungskritischen russischen Zeitung Nowaja Gaseta, stehen für mutigen, engagierten Journalismus.

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Alle Meldungen
Länderbericht

Alles unter Kontrolle?

Update zum Länderbericht zur Internetzensur und Überwachung in Russland.

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© Vitus Saloshanka
Länderbericht

Kreml auf allen Kanälen - Wie der russische Staat das Fernsehen lenkt

Der Kreml nutzt das landesweite Fernsehen, um seine Macht zu sichern und mit der Kraft kontrollierter Bilder seine Sicht auf die Welt zu vermitteln.

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