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Südsudan

Immer wieder kommt es im Südsudan zu Drohungen und Übergriffen, Anklagen und Einschüchterungsversuchen gegen unabhängige Journalisten, besonders von staatlichen Sicherheitskräften. Die Toleranz für Kritik an Regierung und Behörden ist gering. Seit dem Beginn interner Kämpfe Ende 2013 hat sich die Lage dramatisch verschlechtert: Viele Journalisten mussten vor der Gewalt fliehen, viele Redaktionen den Betrieb einstellen. Andere wurden zu Sprachrohren von Regierung oder Rebellen umfunktioniert. Ganze Zeitungsauflagen wurden konfisziert; Drohungen, Zensur und Selbstzensur grassieren.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 140 von 180
Welttag gegen Straflosigkeit 02.11.2016

Neue „Feinde der Pressefreiheit“ veröffentlicht

Zum UN-Welttag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten veröffentlicht Reporter ohne Grenzen eine neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“. Sie umfasst 35 Staats- und Regierungschefs, Extremisten- und Verbrecherorganisationen sowie Geheimdienste, die besonders rücksichtslos gegen unabhängigen Journalismus vorgehen.

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Südsudan 13.10.2016

Journalist entführt und gefoltert

Reporter ohne Grenzen ist schockiert über die Entführung und Folterung eines Journalisten im Südsudan. Drei Tage nach seiner Verschleppung ließen seine Entführer Malek Bol, einen Reporter der arabischsprachigen Tageszeitung Al-Maugif, schwer verletzt auf einem Friedhof in der Hauptstadt Juba zurück.

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Rangliste der Pressefreiheit 2016 20.04.2016

Journalisten weltweit unter zunehmendem Druck

Die Rangliste der Pressefreiheit 2016 zeigt einen weltweiten Rückgang der Freiräume für unabhängigen Journalismus. Zunehmend autokratische Tendenzen in Ländern wie Ägypten, Russland oder der Türkei tragen dazu ebenso bei wie bewaffnete Konflikte und Bestrebungen einiger Regierungen, staatliche und private Medien unter ihren Zugriff zu bringen.

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© AFP Adriane Ohanesian
Länderbericht

Medien zwischen
Aufbruchstimmung und Repression

Südsudans Unabhängigkeit war mit großen Hoffnungen für mehr Pressefreiheit verbunden, doch schnell wurden repressive Tendenzen deutlich. Eine Momentaufnahme zum ersten Jahrestag der Unabhängigkeit.

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