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Pakistan

Medien in Pakistan geraten vor allem ins Visier des „Staats im Staate“ – ein Euphemismus für das mächtige Militär und die Geheimdienste des Landes. Journalist*innen droht Vergeltung, wenn sie mit ihrer Berichterstattung die vom Militär gezogenen roten Linien überschreiten. Zu den heiklen Themen gehören die – auch nur indirekte – Kritik an Militär und Regierung, der Verweis auf Bewegungen, die sich für die Rechte von Minderheiten einsetzen, und die Nennung des inhaftierten ehemaligen Premierministers Nawaz Sharif. Seit dem Parlamentswahlkampf im Juli 2018 hat sich die Lage der Pressefreiheit weiter verschlechtert, nachdem kritische Medien wiederholt zensiert sowie Journalist*innen bedroht und tätlich angegriffen wurden.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 142 von 180
Gedruckte Zeitungen werden auf einem Transportband befördert.
ROG-Themenbericht 23.09.2019

Zeitungen, die nie ankommen

Weltweit behindern Feinde der Pressefreiheit auf vielerlei Weisen den Pressevertrieb, damit kritische Zeitungsartikel nicht beim Publikum ankommen. Denn neben Journalistinnen und Journalisten spielen auch Zeitungsverkäufer, Druckerinnen und Lieferanten eine entscheidende Rolle dabei, dass die Zeitung ihre Leserinnen und Leser erreicht.

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Pakistan 25.07.2019

Lage der Pressefreiheit verschlechtert sich

Ein Jahr nach den Parlamentswahlen in Pakistan blickt Reporter ohne Grenzen mit großer Sorge auf die Lage der Pressefreiheit im Land. In den vergangenen Monaten wurden kritische Medien wiederholt zensiert und durch den Entzug staatlicher Werbeanzeigen eingeschüchtert. Mindestens drei Journalisten starben seit Jahresbeginn.

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Media Ownership Monitor 19.07.2019

Pakistan: Wenig Medienvielfalt und laxe Gesetze

Die Medienvielfalt in Pakistan ist in hohem Maße gefährdet. Nur eine Handvoll Medien vereinen mehr als die Hälfte der Mediennutzer auf sich. Eine laxe Gesetzgebung setzt der Konzentration wenig Grenzen. Das sind zentrale Ergebnisse des Rechercheprojekts Media Ownership Monitor (MOM) Pakistan von Reporter ohne Grenzen und dem lokalen Partner Freedom Network.

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Veranstaltung am 04.12.2019 in Berlin ICS

Journalist*innen unter Druck – Wie kann ROG helfen?

Vor zehn Jahren wurde das Nothilfereferat von Reporter ohne Grenzen in Berlin eingerichtet. Seitdem unterstützt ROG Journalistinnen und Journalisten in Notlagen sowohl in ihren Heimatländern als auch im Exil in Deutschland durch Einzelfallhilfe und Stipendienprogramme. Dazu gehören das Auszeitstipendium, das Journalistinnen und Journalisten eine dreimonatige Pause in Berlin ermöglicht, und das Berliner Stipendienprogramm zur Stärkung von Journalist*innen im digitalen Raum.

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