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Insgesamt ist das Arbeitsumfeld für Journalisten in Deutschland gut. Aber auch hier wurden in den vergangenen Jahren Journalisten staatlich überwacht, etwa, wenn sie in der rechtsextremen Szene recherchierten. Während der öffentlich-rechtliche Rundfunk gebührenfinanziert wird, müssen immer mehr Zeitungen ums Überleben kämpfen. Die Anzahl der Zeitungen mit eigener Vollredaktion geht zurück. Der Zugang zu Behördeninformationen ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt und mit Zeit und Kosten verbunden. Journalisten werden von Rechtsextremen und Salafisten angegriffen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 13 von 180
Der NSA-Whistleblower Edward Snowden
Deutschland / Russland / USA 17.09.2019

Snowden Schutz in Deutschland gewähren

Reporter ohne Grenzen unterstützt die Forderung, dem NSA-Whistleblower Edward Snowden in Deutschland einen sicheren Aufenthalt und damit Schutz vor Verfolgung durch die US-Behörden zu gewähren. Die Bundesregierung könnte so ein wichtiges Zeichen für Rechtsstaatlichkeit und gegen zügellose Massenüberwachung setzen, sagte Geschäftsführer Christian Mihr.

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Ermittlungen gegen Münchner Firmen 05.09.2019

Illegaler Verkauf von Spähsoftware an Türkei

Reporter ohne Grenzen und drei weitere Organisationen haben gegen mehrere Geschäftsführer der Unternehmen FinFisher GmbH, Finfisher Labs GmbH und Elaman GmbH Strafanzeige erstattet. Das Münchener Firmenkonglomerat soll die Spionagesoftware FinSpy ohne Genehmigung der Bundesregierung an die türkische Regierung verkauft haben.

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Press Freedom Awards 29.08.2019

ROG gibt Nominierte bekannt

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen werden die renommierten Press Freedom Awards am 12. September erstmals in Berlin verliehen. Die Auszeichnungen ehren besonders mutige und unabhängige Journalistinnen und Journalisten, deren Arbeit große Wirkung erzielt hat.

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Information und Demokratie 27.08.2019

G7-Gipfel unterstützt ROG-Initiative

Reporter ohne Grenzen begrüßt die politische Unterstützung des G7-Gipfeltreffens für die Initiative Information und Demokratie. Die von ROG angestoßene Initiative zielt darauf, das Menschenrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit angesichts neuartiger Bedrohungen im digitalen Zeitalter mit einem internationalen politischen Prozess durchzusetzen.

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Internet 17.07.2019

Digitaler Helpdesk für Medienschaffende

Reporter ohne Grenzen startet einen digitalen Helpdesk - ein interaktives Tool, mit dem User individuell ihre Bedrohungsszenarien definieren können und auf mögliche Gegenmaßnahmen hingewiesen werden. Die User finden Informationen zu Themen wie Verschlüsselung, Anonymisierung, Account-Sicherheit sowie dem professionellen Umgang mit Hassrede und Falschnachrichten.

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Alle Meldungen
Logo Human Rights Film Festival Berlin
Podiumsdiskussion am 20.09.2019 in Berlin ICS

Human Rights Film Festival Berlin

Screening des Dokumentarfilms „Nowaja“ über die Nowaja Gaseta. Anschließende Podiumsdiskussion mit Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen.

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Logo Human Rights Film Festival Berlin
Podiumsdiskussion am 22.09.2019 in Berlin ICS

Human Rights Film Festival Berlin

Screening des Dokumentarfilms „Nowaja“ über die Nowaja Gaseta. Anschließende Podiumsdiskussion mit Ulrike Gruska, Referentin von Reporter ohne Grenzen.

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Logo der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Veranstaltung am 23.09.2019 in Heidelberg ICS

Pressefreiheit unter Druck - Zur Lage der unabhängigen Medien in Polen und Ungarn

30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und 15 Jahre nach dem Beitritt zur Europäischen Union, zeichnet sich ein Backlash in der Pressefreiheit ab. In Polen und Ungarn setzen autoritär agierende Regierungen die unabhängigen Medien unter Druck.

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Logo Konrad-Adenauer-Stiftung
Veranstaltung am 26.09.2019 in Weimar ICS

10. Hafis-Menschenrechts-Dialog Weimar

"Pressefreiheit sichern und Desinformation kontern" mit Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen. Im Rahmen der Interkulturellen Woche in Weimar feiert die Konrad-Adenauer-Stiftung in diesem Jahr das 10 jährige Jubiläum des Hafis-Dialog, der sich interkulturellen Fragestellungen und menschenrechtlichen Themen widmet.

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Internet Governance Forum Berlin 2019
Veranstaltung am 27.09.2019 in Berlin ICS

Internet Governance – Demokratie im digitalen Kontext ist möglich

Vom 25.bis 29. November 2019 ist Deutschland Gastgeber des 14. Internet Governance Forums (IGF) der UN. Am 26. November 2019 wird das IGF in Berlin voraussichtlich von Bundeskanzlerin Merkel eröffnet.

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G20-Gipfel in Hamburg 2017

G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

32 für den G20-Gipfel zugelassenen Journalisten wird im Nachhinein die Akkreditierung entzogen. Sie standen auf einer "schwarzen Liste" des BKA. Rafael Heygster ist einer von ihnen. Ein schwerer und bisher einmaliger Eingriff in die Pressefreiheit in Deutschland. ARD-Recherchen belegen: die Entscheidungen basierten auf einer Mischung aus falschen und rechtswidrig gespeicherten Daten. Ursprünglich sollte Heygster für seine Redaktion den "offiziellen" Part des Gipfels fotografieren. Nachdem das nicht mehr möglich war, fokussierte er sich auf die Geschehnisse auf den Straßen Hamburgs.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

In Sicherheitszone 1 rund um die Messehallen werden am Morgen des 06.07.2017 sämtliche Gullideckel von Polizisten versiegelt. Das Straßen rund um die Messe wirken wie ausgestorben.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Am Hamburger Flughafen haben sich viele Schaulustige und Planespotter eingefunden um die Ankunft der Flugzeuge der verschiedenen Staatschefs zu beobachten. Besonders spannend scheint für viele die Ankunft der Airforce One mit Präsident Donald Trump zu sein. Vor und nach der Landung ist der komplette Luftraum für etwa eine Stunde gesperrt.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Nach erfolgloser Hotelsuche ist Donald Trump im Gästehaus des Hamburger Senats untergekommen. Mehr als zwei Wochen vor dem Gipfel ist das Haus bereits durch den Nachrichtendienst und die Polizei geschützt.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Zwei Anwohnerinnen sitzen wenige Tage vor dem Gipfel vor ihrem Wohnhaus im Karolinenviertel. Das Haus liegt in direkter Nachbarschaft zu den Messehallen und befindet sich somit in "Sicherheitszone 2". Die beiden Damen können ihre Wohnung während des Gipfels nur nach Ausweiskontrollen und Leibesvisitationen betreten.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Über 600 Künstler führen in der Innenstadt eine Performance auf. Mit grauem Lehm bekleidete Personen bewegen sich langsam wie Zombies aus einer U-Bahn Stationen kommend auf den Burchardplatz,...
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

...wo sie ihre grauen Kleidungsstücke abstreiften und im Rahmen einer symbolischen "Menschwerdung" nackt sowie in bunten Klamotten laut schreien und feiern.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Performance von über 600 Künstlern
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Protestaktion "1000 Gestalten"
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Zwei vermummte Männer schauen auf das Display ihres Handys, während der Suchscheinwerfer eines Polizeihubschraubers in den Abendhimmel leuchtet. Im Hintergrund brennen Feuer. Am Abend und in der Nacht des 07.07.2017 kommt es im Rahmen der Proteste zu massiven Ausschreitungen im Hambuger Schanzenviertel. An vielen Stellen brennen große Feuer auf den Straßen, Supermärkte werden geplündert.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Die Messehallen am Donnerstag vor dem G20-Gipfel. Eine Polizistin sucht mithilfe eines Spürhundes nach Sprengstoff in einem Fahrzeug, mit welchem wichtige Personen befördert werden.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Ein Anwohner schießt ein Selbstportrait vor einem ausgebrannten Fahrzeugwrack.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Eine junge Dame macht keinen Hehl aus ihrer Meinung gegenüber der Polizei. Im Rahmen der Proteste gegen den G20 Gipfel kommt es auf der "Welcome to Hell" Demonstration zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeikräften.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Eine brennende Mülltonne wird Richtung Polizeikette geschoben
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Ein Demonstrant wirft einen Gegenstand Richtung Feuer. Am Abend und in der Nacht des 07.07.2017 kommt es im Rahmen der Proteste gegen den G20-Gipfel zu massiven Ausschreitungen im Hamburger Schanzenviertel. An vielen Stellen brennen große Feuer auf den Straßen, Supermärkte werden geplündert.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Die Polizei nimmt einen jungen Mann vor der roten Flora fest. Am Abend des 06.07.2017 kommt es im Rahmen der Proteste gegen den G20 Gipfel zu Ausschreitungen und Wasserwerfereinsätzen in Altona und dem Schanzenviertel.
G20 in Hamburg

© © Rafael Heygster

Ein Mann hält die Proteste mit der Kamera seines Handys fest.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Demonstranten klettern durch den Nebel von Rauchbomben in der Hafenstraße über die Brüstung einer Mauer, nachdem die "Welcome to Hell"-Demonstration eskaliert ist.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Festnahme eines jungen Mannes in der Bernhard-Nocht-Straße
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Große Fragen wirft das Baugerüst am Haus Schulterblatt 1 auf. Laut Polizei wurden von hier aus schwere Straftaten vorbereitet. Die angebliche Gefahr, die von den Personen auf diesem Gerüst ausgeht sind der Grund, weswegen die Polizei die stundenlang nicht in die Ausschreitungen eingreift. Im Nachhinein stellt sich die polizeiliche Darstellung als Falschinformation heraus
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Schuss vom Hausdach am „Schulterblatt 1“ mit Feuerwerksmunition
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Massenproteste gegen den G20 Gipfel

Alle Bilder der Reihe "G20-Gipfel in Hamburg 2017" hat uns freundlicherweise Rafael Heygster zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Parteipositionen im Vergleich

Wahlprüfsteine
zur Bundestagswahl

Vor der Bundestagswahl 2017 hat Reporter ohne Grenzen den politischen Parteien zehn aktuelle Streitfragen der Pressefreiheit vorgelegt. Die Antworten machen ihre Positionen direkt vergleichbar.

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