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Türkei

Seit der Niederschlagung des Putschversuchs von 2016 gehen Regierung und Justiz härter denn je gegen kritische Journalist*innen vor. Dutzende wurden aufgrund ihrer Berichterstattung zu teils langjähriger Haft verurteilt, viele warten seit Jahren auf ihre Urteile oder wehren sich in Berufungsinstanzen gegen Haftstrafen. Andere sind ins Ausland geflohen. Ausländische Korrespondent*innen warten mitunter monatelang auf die Verlängerung ihrer Akkreditierungen. Die einst pluralistische Medienlandschaft steht inzwischen fast vollständig unter Kontrolle der Regierung oder regierungsnaher Geschäftsleute. Im Internet werden Tausende journalistische Beiträge blockiert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 153 von 180
Interview

Zum Weltfrauentag: Verfolgte Journalist*innen

Weltweit werden auch Journalist*innen immer stärker verfolgt. Wir haben mit zwei aus der Türkeiüber ihre Arbeitsbedingungen gesprochen.

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© picture alliance/ASIAN NEWS NETWORK/The Phnom Penh Post

© picture alliance/ASIAN NEWS NETWORK/The Phnom Penh Post

Ein Zeichen für die Pressefreiheit in der Türkei

Fonts for Freedom

Mit der Webseite fonts-for-freedom.com stellt ROG sicher, dass die Schriftarten der geschlossenen Medien symbolisch weiter existieren und verwendet werden können. Die Schriftarten sind nach den entsprechenden Zeitungen benannt und bleiben auf diese Weise namentlich dauerhaft in Erinnerung. 

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Die Journalistin Mesale Tolu. ©dpa/fb
Türkei17.01.2022

RSF begrüßt Freispruch für Mesale Tolu

Reporter ohne Grenzen begrüßt den Freispruch für die Journalistin Mesale Tolu, den am 17.01. ein Gericht in Istanbul verkündet hat. Die Staatsanwaltschaft hatte ihr „Terrorpropaganda“ und „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“ vorgeworfen, im September 2021 aber Freispruch in allen Anklagepunkten gefordert. Dem ist nun das Gericht gefolgt.

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Die Journalistin Mesale Tolu. © picture alliance / Frederico Gambiano
Türkei13.01.2022

RSF beobachtet Prozess gegen Mesale Tolu

Am Montag (17.01.) geht in Istanbul der Prozess gegen Mesale Tolu weiter. Der Journalistin wird seit fast viereinhalb Jahren in der Türkei der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft hatte ihr ursprünglich „Terrorpropaganda“ und „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“ vorgeworfen, im September 2021 aber einen Freispruch in allen Anklagepunkten gefordert.

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Gedenkveranstaltung anlässlich des Todestags von Jamal Khashoggi. © picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Emrah Gurel
Türkei/Saudi-Arabienam 23.11.2021 in IstanbulICS

RSF vor Ort bei Khashoggi-Prozess in Istanbul

Am Dienstag (23.11.) geht in Istanbul der Prozess um die Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi weiter, der im Juli 2020 begonnen hat. Die dortige Staatsanwaltschaft wirft mittlerweile 26 saudi-arabischen Staatsbürgern vor, direkt oder indirekt an der Tötung Khashoggis beteiligt gewesen zu sein.

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© picture alliance / abaca
Länderbericht

Der Kurdenkonflikt
und die Medienfreiheit

Das Ende des Waffenstillstands mit der militanten Kurdischen Arbeiterpartei PKK 2015 bedeutete neue Einschränkungen für die Medien.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Bei Recherche verschwunden

Korrespondent Nazım Babaoğlu wollte 1994 einem Hinweis auf die Aktivitäten einer regierungstreuen Miliz nachgehen. Von der Recherche kehrte er nicht zurück.

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