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Türkei

Die Türkei gehört zu den Ländern mit den meisten inhaftierten Journalisten weltweit. Nach dem Putschversuch im Juli 2016 wurden weit über 100 Journalisten verhaftet, rund 150 Medien geschlossen und mehr als 700 Presseausweise annulliert. Kritische Journalisten stehen unter Generalverdacht. Die wenigen noch verbliebenen unabhängigen Medien arbeiten in ständiger Angst. Wiederholt wurde ausländischen Journalisten die Akkreditierung verweigert oder die Einreise verwehrt. Daneben ersticken die politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen vieler wichtiger Medienbesitzer eine kritische Berichterstattung im Keim.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 155 von 180
Türkei 11.01.2018

Verfassungsgericht ordnet Freilassung an

Reporter ohne Grenzen begrüßt die Entscheidung des türkischen Verfassungsgerichts zur Beschwerde der Journalisten Sahin Alpay und Mehmet Altan. Das Gericht ordnete die Freilassung von Alpay und Altan an, die seit Sommer 2016 in Haft sitzen. Mit der Entscheidung äußert sich das Verfassungsgericht zum ersten Mal seit Beginn des Ausnahmezustands.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit 19.12.2017

Weltweit 65 Medienschaffende getötet

Im zu Ende gehenden Jahr sind weltweit mindestens 65 Journalisten, Bürgerjournalisten und andere Medienmitarbeiter in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Fast die Hälfte von ihnen starben außerhalb von Regionen mit bewaffneten Konflikten. Das geht aus der Jahresbilanz der Pressefreiheit 2017 hervor.

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Mesale Tolu ist frei!
Türkei 18.12.2017

Mesale Tolu bleibt politische Geisel

Reporter ohne Grenzen ist erleichtert über die Freilassung der seit mehr als sieben Monaten in der Türkei inhaftierten Journalistin Mesale Tolu. Ein Gericht in Istanbul entschied, die deutsche Journalistin unter Auflagen freizulassen. Sie darf die Türkei jedoch nicht verlassen und muss sich einmal pro Woche bei der Polizei melden.

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Alle Meldungen

Reporter ohne Grenzen vor Ort: Istanbul

Ein Jahr nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei waren wir vor Ort und haben eine Bestandsaufnahme der aktuellen Lage der Pressefreiheit vorgenommen. Unsere Gesprächspartner: Erol Önderoglu, langjähriger ROG-Korrespondent in der Türkei; Kader Tonguç, Anwältin der inhaftierten deutschen Journalistin Meşale Tolu und Nazan Özcan, Redakteurin der Zeitung Cumhuriyet.

Pressegespräch mit Erol Önderoglu und Günter Seufert

Zwischen Angst und Widerstand - Journalismus in der Türkei in Zeiten des Ausnahmezustands. Eine Einladung von Reporter ohne Grenzen Deutschland zum Pressegespräch mit Erol Önderoğlu und Günter Seufert.
© picture alliance / AA
Bestandsaufnahme und Länderberichte

Ein schwarzes Jahr
für Journalisten

Nach dem Putschversuch im Sommer 2016 begann die türkische Regierung eine beispiellose Hexenjagd auf kritische Journalisten und Medien. Eine Zwischenbilanz nach einem Jahr.

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Media Ownership Monitor

Kontrolle durch
Verflechtung

Die politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen vieler wichtiger Medienbesitzer ersticken eine kritische Berichterstattung im Keim. Ein ROG-Projekt hat die Besitzkonzentration untersucht.

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© picture alliance / abaca
Länderbericht

Der Kurdenkonflikt
und die Medienfreiheit

Das Ende des Waffenstillstands mit der militanten Kurdischen Arbeiterpartei PKK 2015 bedeutete neue Einschränkungen für die Medien.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Bei Recherche verschwunden

Korrespondent Nazım Babaoğlu wollte 1994 einem Hinweis auf die Aktivitäten einer regierungstreuen Miliz nachgehen. Von der Recherche kehrte er nicht zurück.

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