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Türkei

Seit der Niederschlagung des Putschversuchs von 2016 gehen Regierung und Justiz härter denn je gegen kritische Journalist*innen vor. Dutzende wurden aufgrund ihrer Berichterstattung zu teils langjähriger Haft verurteilt, viele warten seit Jahren auf ihre Urteile oder wehren sich in Berufungsinstanzen gegen Haftstrafen. Andere sind ins Ausland geflohen. Ausländische Korrespondent*innen warten mitunter monatelang auf die Verlängerung ihrer Akkreditierungen. Die einst pluralistische Medienlandschaft steht inzwischen fast vollständig unter Kontrolle der Regierung oder regierungsnaher Geschäftsleute. Im Internet werden Tausende journalistische Beiträge blockiert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 157 von 180
Interview

Zum Weltfrauentag: Verfolgte Journalist*innen

Weltweit werden auch Journalist*innen immer stärker verfolgt. Wir haben mit zwei aus der Türkeiüber ihre Arbeitsbedingungen gesprochen.

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© picture alliance/ASIAN NEWS NETWORK/The Phnom Penh Post

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Ein Zeichen für die Pressefreiheit in der Türkei

Fonts for Freedom

Mit der Webseite fonts-for-freedom.com stellt ROG sicher, dass die Schriftarten der geschlossenen Medien symbolisch weiter existieren und verwendet werden können. Die Schriftarten sind nach den entsprechenden Zeitungen benannt und bleiben auf diese Weise namentlich dauerhaft in Erinnerung. 

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Türkei 21.06.2019

Prozess gegen Mitglieder der Zivilgesellschaft

Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen in Deutschland protestiert gegen die andauernde Haft von Osman Kavala sowie seines Mitangeklagten Yiğit Aksakoğlu und fordert die sofortige und bedingungslose Freilassung. Die Untersuchungshaft ist völlig unbegründet und hat den Charakter einer vorgezogenen Strafe.

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Türkei 23.05.2019

Ausreisesperre gegen Mesale Tolus Ehemann

Reporter ohne Grenzen kritisiert die erneute Ausreisesperre gegen Suat Corlu. Der Ehemann der Journalistin Mesale Tolu war am Mittwochabend in die Türkei gereist, um bei der Verhandlung im Verfahren gegen ihn und seine Frau dabei zu sein. Die Behörden nahmen ihm bei der Einreise am Flughafen den Pass ab

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Türkei 03.05.2019

Inhaftierte Medienschaffende freilassen

Immer noch befinden sich mehr als 100 Medienschaffende wegen in vielen Fällen absurder Terrorvorwürfen in türkischen Gefängnissen. Dem langjährigen ROG-Türkei-Korrespondenten Erol Önderoglu drohen wegen angeblicher Terrorpropaganda bis zu vierzehneinhalb Jahre Haft. Erst letzte Woche scheiterte das Berufungsverfahren von sechs ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zeitung Cumhuriyet.

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Länderbericht

Der Kurdenkonflikt
und die Medienfreiheit

Das Ende des Waffenstillstands mit der militanten Kurdischen Arbeiterpartei PKK 2015 bedeutete neue Einschränkungen für die Medien.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Bei Recherche verschwunden

Korrespondent Nazım Babaoğlu wollte 1994 einem Hinweis auf die Aktivitäten einer regierungstreuen Miliz nachgehen. Von der Recherche kehrte er nicht zurück.

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