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Türkei

Seit der Niederschlagung des Putschversuchs von 2016 gehen Regierung und Justiz härter denn je gegen kritische Journalist*innen vor. Dutzende wurden aufgrund ihrer Berichterstattung zu teils langjähriger Haft verurteilt, viele warten seit Jahren auf ihre Urteile oder wehren sich in Berufungsinstanzen gegen Haftstrafen. Andere sind ins Ausland geflohen. Ausländische Korrespondent*innen warten mitunter monatelang auf die Verlängerung ihrer Akkreditierungen. Die einst pluralistische Medienlandschaft steht inzwischen fast vollständig unter Kontrolle der Regierung oder regierungsnaher Geschäftsleute. Im Internet werden Tausende journalistische Beiträge blockiert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 149 von 180
Interview

Zum Weltfrauentag: Verfolgte Journalist*innen

Weltweit werden auch Journalist*innen immer stärker verfolgt. Wir haben mit zwei aus der Türkeiüber ihre Arbeitsbedingungen gesprochen.

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© picture alliance/ASIAN NEWS NETWORK/The Phnom Penh Post

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Ein Zeichen für die Pressefreiheit in der Türkei

Fonts for Freedom

Mit der Webseite fonts-for-freedom.com stellt ROG sicher, dass die Schriftarten der geschlossenen Medien symbolisch weiter existieren und verwendet werden können. Die Schriftarten sind nach den entsprechenden Zeitungen benannt und bleiben auf diese Weise namentlich dauerhaft in Erinnerung. 

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Türkei18.08.2022

Nationalisten attackieren Presse

Attacken, Drohungen und Einschüchterungsversuche von nationalistischen Politikern gegen Medienschaffende in der Türkei nehmen knapp ein Jahr vor den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen rasant zu. Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die Einschüchterungsversuche gegen Journalistinnen und Reporter aufs Schärfste.

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Türkei01.07.2022

Ankara greift nun auch ausländische Medien an

Seit 30. Juni ist der Online-Auftritt der Deutschen Welle in der Türkei gesperrt. Damit scheint die türkische Regierung ihre ständigen Angriffe auf unabhängige Medien im Land nun auf ausländische Medien ausweiten zu wollen. Betroffen ist auch der US-amerikanische Auslandssender Voice of America.

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Erol Önderoglu bei einer Ansprache zur Erinnerung an den ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul. © picture alliance / AA / Muhammed Enes Yildirim
Türkei13.06.2022

RSF-Repräsentant steht weiter vor Gericht

In Istanbul wird am Dienstag der Prozess gegen den Türkei-Repräsentanten von Reporter ohne Grenzen fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft Erol Önderoglu wegen der Teilnahme an einer Solidaritätsaktion für eine pro-kurdische Zeitung unter anderem "Terrorpropaganda" vor. Ihm drohen bis zu 14,5 Jahre Haft.

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© picture alliance / abaca
Länderbericht

Der Kurdenkonflikt
und die Medienfreiheit

Das Ende des Waffenstillstands mit der militanten Kurdischen Arbeiterpartei PKK 2015 bedeutete neue Einschränkungen für die Medien.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Bei Recherche verschwunden

Korrespondent Nazım Babaoğlu wollte 1994 einem Hinweis auf die Aktivitäten einer regierungstreuen Miliz nachgehen. Von der Recherche kehrte er nicht zurück.

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