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Frankreich

Die Pressefreiheit hat in Frankreich traditionell einen hohen Stellenwert. Allerdings gehören viele Medien Unternehmer*innen mit verzweigten Geschäftsinteressen, was Anreize für Einflussnahme schafft. Immer wieder wird die Arbeit investigativer Journalist*innen durch Verleumdungsklagen behindert, darunter eine jahrelange Klagewelle des Bolloré-Konzerns. Seit dem Wahlkampf 2017 ist medienfeindliche Rhetorik in der politischen Mitte angekommen. Belästigung in den sozialen Medien hat zugenommen. Bei Demonstrationen werden Medienschaffende oft zum Ziel von Beleidigungen, Drohungen sowie von Gewalt seitens Demonstrant*innen und Polizei – zuletzt verstärkt bei den „Gelbwesten“-Protesten. Ein Gesetz von 2018 gegen Desinformationskampagnen dürfte schwer umsetzbar und in Teilen kontraproduktiv sein.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 34 von 180
Demonstrierende halten Schilder hoch
Frankreich04.12.2020

Sicherheitsgesetz: Artikel 24 streichen

Nachdem das sogenannte globale Sicherheitsgesetz in Frankreich von der Nationalversammlung verabschiedet wurde, soll es im Januar dem Senat vorgelegt werden. Reporter ohne Grenzen fordert weiterhin die Entfernung des umstrittenen Artikels 24, der das Veröffentlichen von Fotos oder Videos von Polizeikräften in böswilliger Absicht unter Strafe stellen soll.

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Drei Flaggen der EU wehen an langen Fahnenstangen vor dem Gebäude der Europäischen Kommission
EU-Aktionsplan für Demokratie27.11.2020

Zehn Empfehlungen an die EU

Bevor die Europäische Kommission am 2. Dezember ihren Aktionsplan für Demokratie vorstellt, legt Reporter ohne Grenzen den europäischen Institutionen zehn Empfehlungen vor, wie sie auf die aktuellen Herausforderungen für Demokratie und Grundrechte reagieren sollten - besonders im Hinblick auf die Pressefreiheit.

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Die Regierungs- und Staatsoberhäupter nebeneinander; anstelle ihrer eigentlichen Gesichter sind jedoch die der in Saudi-Arabien inhaftierten Medienschaffenden zu sehen
G20-Gipfel20.11.2020

Mehr Pressefreiheit für Saudi-Arabien fordern

Vor dem digitalen G20-Gipfel in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad weist Reporter ohne Grenzen erneut auf die prekäre Lage der Pressefreiheit in Saudi-Arabien hin. Mit einer Social-Media-Kampagne ruft RSF die Öffentlichkeit dazu auf, die Staats- und Regierungsoberhäupter der G20 in die Pflicht zu nehmen.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit

Eines der gefährlichsten Länder
für Journalisten 2015

2015 wurden in Frankreich so viele Medienschaffende getötet wie in wenigen anderen Ländern: Sie starben alle beim Anschlag auf die Zeitschrift Charlie Hebdo.

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