Frankreich | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Frankreich

Die Pressefreiheit hat in Frankreich traditionell einen hohen Stellenwert. Allerdings gehören viele Medien Unternehmer*innen mit verzweigten Geschäftsinteressen, was Anreize für Einflussnahme schafft. Immer wieder wird die Arbeit investigativer Journalist*innen durch Verleumdungsklagen behindert, darunter eine jahrelange Klagewelle des Bolloré-Konzerns. Seit dem Wahlkampf 2017 ist medienfeindliche Rhetorik in der politischen Mitte angekommen. Bei Demonstrationen werden Medienschaffende oft zum Ziel von Beleidigungen, Drohungen sowie von Gewalt seitens Demonstrant*innen und Polizei – zuletzt verstärkt bei den „Gelbwesten“-Protesten. Ein Gesetz von 2018 gegen Desinformationskampagnen dürfte schwer umsetzbar und in Teilen kontraproduktiv sein.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 32 von 180
Fünf Jahre nach Charlie Hebdo 07.01.2020

Schutz vor religiös motivierten Angriffen

Fünf Jahre nach dem Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 fordert Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit zwei Sonderberichterstattern der Vereinten Nationen Regierungen sowie internationale Organisationen weltweit auf, Journalistinnen und Journalisten gegen Angriffe aufgrund von religiöser Intoleranz zu schützen.

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Algorithmen
Journalism Trust Initiative 30.12.2019

Standard für Journalismus vorgelegt

Die Europäische Normungsorganisation CEN hat einen Standard für Journalismus veröffentlicht. Medien, Websites und Blogs können ihn nun als Maßstab nutzen, um die Unabhängigkeit ihrer Arbeit zu bewerten, zu verbessern und transparent zu machen. Das Dokument ist ein Ergebnis der von Reporter ohne Grenzen angestoßenen Journalism Trust Initiative.

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Yorgen Fenech Ende November 2019 in Valetta
Malta / Frankreich 04.12.2019

Strafanzeige gegen drei Hauptverdächtige

Reporter ohne Grenzen und die Hinterbliebenen der in Malta ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia haben in Frankreich gegen drei der mutmaßlichen Schlüsselfiguren in dem Mordfall Anzeige erstattet. Hintergrund sind neue Erkenntnisse über französischen Besitz eines der Hauptverdächtigen, dessen Gewinne womöglich für den Mord eingesetzt wurden.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit

Eines der gefährlichsten Länder
für Journalisten 2015

2015 wurden in Frankreich so viele Medienschaffende getötet wie in wenigen anderen Ländern: Sie starben alle beim Anschlag auf die Zeitschrift Charlie Hebdo.

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