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Mexiko

Mexiko gehört weltweit zu den gefährlichsten Ländern für Medienschaffende – in keinem anderen Land, das sich nicht im Krieg befinden, werden so viele Journalist*innen ermordet. Die Verstrickung von Politik und organisiertem Verbrechen macht es lebensgefährlich, über sensible Themen wie Korruption oder Drogen- und Menschenhandel zu berichten, und lähmt die juristische Verfolgung von Straftaten gegen Medienschaffende. Journalist*innen werden systematisch bedroht, verschleppt oder ermordet. Viele flüchten aus dem Land. Die Medienlandschaft, vor allem der Fernsehsektor, ist sehr konzentriert. Nur zwei Medienorganisationen gehören fast alle TV-Sender. Präsident Andrés Manuel López Obrador hat seit seinem Amtsantritt Ende 2018 die Bekämpfung der Korruption zur seiner Hauptaufgabe erklärt, aber bislang nicht ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt, um die Spirale der Gewalt zu stoppen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 127 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Mexiko25.04.2022

Vorschläge für Gesetzesreformen

Die Menschenrechtsorganisationen Propuesta Cívica und Reporter ohne Grenzen haben am 22. April im mexikanischen Senat eine gemeinsame Initiative zur Reform von Gesetzen vorgestellt, die sich negativ auf die Pressefreiheit auswirken. Die Lage der Pressefreiheit in Mexiko ist eine der angespanntesten in Lateinamerika.

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Gerechtigkeit für Miroslava: Eine Gedenkveranstaltung in Mexiko. Zu sehen ist ein Protestzug, der Plakate mit dem Gesicht der ermordeten Journalistin in den Händen hält.© picturealliance / AP photo / Eduardo Verdugo
Mexiko24.03.2022

Fünf Jahre nach dem Mord an Miroslava Breach

Am 23. März hat sich der Mord an der mexikanischen Journalistin Miroslava Breach Velducea zum fünften Mal gejährt, doch bis heute ist vieles in dem Fall ungeklärt. Zwar wurde 2020 ein Mitglied eines Drogenkartells zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt, 2021 ein ehemaliger Bürgermeister zu 8 Jahren. Doch noch immer ist vieles unklar.

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Länderbericht

Veracruz - Staat der Angst

Der mexikanische Bundesstaat Veracruz ist für Journalisten der gefährlichste Ort in der westlichen Hemisphäre. Zwischen 2010 und 2016 wurden dort 17 Journalisten in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit

Journalismus unter
Lebensgefahr

Mexiko ist für Journalisten eines der gefährlichsten Länder der Welt. 2017 wurden dort mindestens elf Reporter wegen ihrer Arbeit ermordet.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Verschwunden seit
dem Jahr 2009

Die Reporterin María Aguilar Cansimbe berichtete über Machtmissbrauch der Polizei und wurde von einem Verbrecherkartell drangsaliert.

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