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Mexiko

Mexiko gehört weltweit zu den gefährlichsten Ländern für Medienschaffende – in keinem anderen Land, das sich nicht im Krieg befinden, werden so viele Journalist*innen ermordet. Die Verstrickung von Politik und organisiertem Verbrechen macht es lebensgefährlich, über sensible Themen wie Korruption oder Drogen- und Menschenhandel zu berichten, und lähmt die juristische Verfolgung von Straftaten gegen Medienschaffende. Journalist*innen werden systematisch bedroht, verschleppt oder ermordet. Viele flüchten aus dem Land. Die Medienlandschaft, vor allem der Fernsehsektor, ist sehr konzentriert. Nur zwei Medienorganisationen gehören fast alle TV-Sender. Präsident Andrés Manuel López Obrador hat seit seinem Amtsantritt Ende 2018 die Bekämpfung der Korruption zur seiner Hauptaufgabe erklärt, aber bislang nicht ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt, um die Spirale der Gewalt zu stoppen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 143 von 180
Mexiko01.09.2020

Kampagne gegen das Vergessen

Die Menschenrechtsorganisation Propuesta Cívica startet die Kampagne #MemoriasQueHablan zum Gedenken an und zur Anerkennung von Medienschaffenden und Menschenrechtsverteidigern, die in Mexiko angegriffen oder getötet wurden. Propuesta Cívica ist Partner des „Defending Voices Programs“, das Reporter ohne Grenzen ins Leben gerufen hat.

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Fotograf fotografiert einen Hubschrauber, der mit Wasser die Waldbrände bekämpft.
International26.08.2020

Umweltjournalismus: Gefährliche Recherchen

Umweltjournalistinnen und Umweltjournalisten geraten in vielen Ländern der Welt zunehmend unter Druck. Weltweit wurden mindestens zehn Medienschaffende, die zu Umweltthemen berichteten, in den vergangenen fünf Jahren getötet. Insgesamt zählte RSF in diesem Zeitraum 53 Verletzungen der Pressefreiheit im Zusammenhang mit Umweltjournalismus.

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Mexiko22.08.2020

50 Jahre Haft für Mörder von Journalistin

Ein Gericht im mexikanischen Chihuahua hat den Mörder der Journalistin Miroslava Breach zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt. Reporter ohne Grenzen begrüßt das Urteil als wichtigen Präzedenzfall im Kampf gegen die Straflosigkeit in Mexiko, wo Morde an Journalistinnen und Journalisten bislang fast immer ungesühnt blieben.

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Länderbericht

Veracruz - Staat der Angst

Der mexikanische Bundesstaat Veracruz ist für Journalisten der gefährlichste Ort in der westlichen Hemisphäre. Zwischen 2010 und 2016 wurden dort 17 Journalisten in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit

Journalismus unter
Lebensgefahr

Mexiko ist für Journalisten eines der gefährlichsten Länder der Welt. 2017 wurden dort mindestens elf Reporter wegen ihrer Arbeit ermordet.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Verschwunden seit
dem Jahr 2009

Die Reporterin María Aguilar Cansimbe berichtete über Machtmissbrauch der Polizei und wurde von einem Verbrecherkartell drangsaliert.

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