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Mexiko

Mexiko gehört weltweit zu den gefährlichsten Ländern für Medienschaffende – in keinem anderen Land, das sich nicht im Krieg befinden, werden so viele Journalist*innen ermordet. Die Verstrickung von Politik und organisiertem Verbrechen macht es lebensgefährlich, über sensible Themen wie Korruption oder Drogen- und Menschenhandel zu berichten, und lähmt die juristische Verfolgung von Straftaten gegen Medienschaffende. Journalist*innen werden systematisch bedroht, verschleppt oder ermordet. Viele flüchten aus dem Land. Die Medienlandschaft, vor allem der Fernsehsektor, ist sehr konzentriert. Nur zwei Medienorganisationen gehören fast alle TV-Sender. Präsident Andrés Manuel López Obrador hat seit seinem Amtsantritt Ende 2018 die Bekämpfung der Korruption zur seiner Hauptaufgabe erklärt, aber bislang nicht ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt, um die Spirale der Gewalt zu stoppen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 143 von 180
Menschen mit Protestschildern.
Mexiko28.07.2021

Erneut zwei Journalisten ermordet

Reporter ohne Grenzen verurteilt die Morde an zwei Journalisten in Mexiko in der vergangenen Woche und fordert die Ermittlungsbehörden auf, unverzüglich und gründlich die Verantwortlichen inklusive aller Hinterleute zu ermitteln. Ricardo López wurde in Guaymas hingerichtet, Abraham Mendoza Mendoza wurde in Morelia ermordet.

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Mexiko11.06.2021

Zweite Verurteilung im Fall Javier Valdez

Reporter ohne Grenzen begrüßt den Schuldspruch im Prozess um den Mord an dem mexikanischen Journalisten Javier Valdez. Nach Ansicht des Gerichts gab es ausreichend Beweise dafür, dass der Angeklagte Juan Francisco Picos Barrueta, genannt „El Quillo“, Mitglied des Sinaloa-Kartells, einer der Mörder des Journalisten ist.

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Plakette mit der Aufschrift: Regina Martínez
Mexiko23.04.2021

Journalistinnenmord von 2012 neu untersuchen

Im Kampf gegen Straflosigkeit nach Gewaltverbrechen an Medienschaffenden in Mexiko hat Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit seiner mexikanischen Partnerorganisation Propuesta Cívica und dem Nachrichtenmagazin Proceso die Bundesbehörden des Landes aufgefordert, die Ermittlungen zum Mord an einer Journalistin im Jahr 2012 wieder aufzunehmen.

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Länderbericht

Veracruz - Staat der Angst

Der mexikanische Bundesstaat Veracruz ist für Journalisten der gefährlichste Ort in der westlichen Hemisphäre. Zwischen 2010 und 2016 wurden dort 17 Journalisten in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit

Journalismus unter
Lebensgefahr

Mexiko ist für Journalisten eines der gefährlichsten Länder der Welt. 2017 wurden dort mindestens elf Reporter wegen ihrer Arbeit ermordet.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Verschwunden seit
dem Jahr 2009

Die Reporterin María Aguilar Cansimbe berichtete über Machtmissbrauch der Polizei und wurde von einem Verbrecherkartell drangsaliert.

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