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Usbekistan

Seit dem Tod des langjährigen Diktators Islam Karimow 2016 gibt es aus Usbekistan widersprüchliche politische Signale. Zwar wurden alle inhaftierten Journalisten entlassen – manche davon nach fast zwanzig Jahren Gefängnis. Andererseits wurden erneut kritische Journalist*innen und Blogger*innen verhaftet. Im Fernsehen gibt es wieder politische Live-Berichterstattung. Manche Medien wagen sich an Themen wie Korruption oder Zwangsarbeit in der Baumwollernte heran. Jahrelang gesperrte Online-Medien sind wieder zugänglich, doch immer wieder werden Websites und soziale Medien zensiert. Ausländische und im Exil lebende Journalist*innen dürfen wieder ins Land, doch mehrfach wurde Fernsehteams die Einreise verweigert oder nur unter strikten Auflagen erlaubt. Nur sehr wenige Korrespondent*innen haben dauerhafte Akkreditierungen erhalten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 157 von 180
Blau-weiß-grüne Flagge
Usbekistan18.05.2021

#FreeThemAll: Otabek Sattori

In Usbekistan ist der Videoblogger Otabek Sattori wegen „übler Nachrede“ und „Erpressung“ zu einer Haftstrafe von 6,5 Jahren und einer Geldstrafe von 9,8 Millionen So’m, was umgerechnet 770 Euro entspricht, verurteilt worden.

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Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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Die Nationalflagge Usbekistans (ein hellblauer Querstreifen mit einigen weißen Sternen und einem weißen Mond auf der linken Seite, darunter ein weißer sowie ein grüner Querstreifen) weht an einer Fahnenstange vor dem blauen Himmel
Usbekistan24.02.2021

#FreeThemAll: Otabek Sattorji

Der Videoblogger Otabek Sattorji ist in Usbekistan wegen „übler Nachrede“ und „Beleidigung“ zu einer Geldstrafe von umgerechnet 770 Euro, verurteilt worden. Sattorji hatte immer wieder kritisch über die usbekische Regierung berichtet.

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Bobomurod Abdullaev zu Besuch bei Reporter ohne Grenzen
Usbekistan / Kirgistan02.09.2020

#FreeThemAll: Bobomurod Abdullajew

Der Journalist und Stipendiat der Organisation Reporter ohne Grenzen Bobomurod Abdullajew ist am 22. August von Kirgistan in sein Heimatland Usbekistan ausgeliefert worden. Reporter ohne Grenzen und andere Menschenrechtsgruppen hatten zuvor für eine sichere Ausreise des Journalisten nach Deutschland plädiert und gewarnt.

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Fotograf fotografiert einen Hubschrauber, der mit Wasser die Waldbrände bekämpft.
International26.08.2020

Umweltjournalismus: Gefährliche Recherchen

Umweltjournalistinnen und Umweltjournalisten geraten in vielen Ländern der Welt zunehmend unter Druck. Weltweit wurden mindestens zehn Medienschaffende, die zu Umweltthemen berichteten, in den vergangenen fünf Jahren getötet. Insgesamt zählte RSF in diesem Zeitraum 53 Verletzungen der Pressefreiheit im Zusammenhang mit Umweltjournalismus.

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