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Nicaragua

Seit der Wiederwahl von Präsident Daniel Ortega im Jahr 2016 stehen unabhängige Medienschaffende unter ständigem Druck. Sie werden als vermeintliche Regierungsgegner*innen zur Zielscheibe von Hetzkampagnen, Morddrohungen und willkürlichen Festnahmen. Die Verfolgung unabhängiger Stimmen hat sich seit der Zuspitzung der politischen Krise im April 2018 deutlich verschärft. Viele Journalist*innen mussten ins Ausland fliehen, andere wurden wegen Terrorvorwürfen inhaftiert. Bei landesweiten Demonstrationen wurden viele Reporter*innen tätlich angegriffen. Aufgrund von behördlich angeordneter Materialverknappung erscheinen kaum noch gedruckte Zeitungen. Seit Anfang 2021 müssen sich Unternehmen und Personen, die Geld aus dem Ausland erhalten, beim Innenministerium als „ausländische Agenten“ registrieren – das gilt auch für ausländische Korrespondent*innen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 121 von 180
Ein großes weißes Gebäude
Nicaragua08.07.2021

#FreeThemAll: Miguel Mendoza

Das Komitee zum Schutz von Journalisten hat die Behörden in Nicaragua dazu aufgefordert, den Journalisten und Sportreporter Miguel Mendoza umgehend freizulassen und die laufenden Ermittlungen gegen ihn einzustellen.

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Blau-weiße Flagge
Nicaragua15.06.2021

#FreeThemAll: Christiana Chamorro

In Nicaragua hat die Polizei im Zuge einer Razzia die Fernsehredaktionen der Programme Esta Semana und Esta Noche durchsucht, die von dem regierungskritischen Journalisten Carlos Fernando Chamorro geleitet werden.

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Daniel Ortega sitzt zwischen zwei Personen.
Nicaragua03.06.2021

Ortega-Regime verschärft Druck auf Kritiker

Reporter ohne Grenzen verurteilt die jüngsten Repressionen gegen Medienschaffende sowie regierungskritische Stimmen in Nicaragua und fordert das Ortega-Regime auf, seine Angriffe auf die Pressefreiheit unverzüglich zu beenden. Die Organisation ist besorgt über die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen im beginnenden Wahlkampf.

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