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Nicaragua

Seit der Wiederwahl von Präsident Daniel Ortega im Jahr 2016 stehen unabhängige Medienschaffende unter ständigem Druck. Sie werden als vermeintliche Regierungsgegner*innen zur Zielscheibe von Hetzkampagnen, Morddrohungen und willkürlichen Festnahmen. Die Verfolgung unabhängiger Stimmen hat sich seit der Zuspitzung der politischen Krise im April 2018 deutlich verschärft. Viele Journalist*innen mussten ins Ausland fliehen, andere wurden wegen Terrorvorwürfen inhaftiert. Bei landesweiten Demonstrationen wurden viele Reporter*innen tätlich angegriffen. Aufgrund von behördlich angeordneter Materialverknappung erscheinen kaum noch gedruckte Zeitungen. Seit Anfang 2021 müssen sich Unternehmen und Personen, die Geld aus dem Ausland erhalten, beim Innenministerium als „ausländische Agenten“ registrieren – das gilt auch für ausländische Korrespondent*innen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 160 von 180
Nicaragua02.08.2022

Journalisten müssen ins Ausland fliehen

Reporter ohne Grenzen verurteilt die Verfolgung unabhängiger Medien durch den nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega, die in den vergangenen Wochen einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Die letzten Mitarbeitenden der Zeitung La Prensa sahen sich im Juli gezwungen, Nicaragua heimlich zu verlassen.

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Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Die Nominierten in der Kategorie Mut der Press Freedom Awards. ©RSF
Press Freedom Awards09.11.2021

RSF gibt Nominierungen 2021 bekannt

Die Nominierten für die Press Freedom Awards 2021 von Reporter ohne Grenzen stehen fest. Die neunköpfige Jury unter Vorsitz von RSF-Präsident Pierre Haski hat vier Journalistinnen, zwei Journalisten und sechs Medienunternehmen oder Journalistenorganisationen aus insgesamt elf Ländern nominiert.

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