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Jemen

Journalist*innen sind im Jemen Drohungen und Gefahren von allen Konfliktparteien ausgesetzt. Die Huthi-Rebellen, die seit 2014 die Hauptstadt Sanaa und weite Teile des Landes kontrollieren, betrachten Medien als Feinde und sind für Entführungen, Folter und Misshandlung vieler Medienschaffender verantwortlich. Zugleich werden immer wieder Journalist*innen durch die Luftangriffe der Militärkoalition getötet, die auf der Seite der Regierung kämpft. Willkürliche Festnahmen oder Entführung drohen ihnen auch von Pro-Regierungs-Milizen oder von Al-Kaida-Dschihadisten. Unabhängige Berichte über das Kriegsgeschehen gibt es kaum, da die meisten Medien von einer der Konfliktparteien kontrolliert werden.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 167 von 180
Infografik zur Jahresbilanz der Pressefreiheit 2020: Inhaftierte, entführte, verschwundene Medienschaffende weltweit.
Jahresbilanz der Pressefreiheit 202014.12.2020

387 Journalistinnen und Journalisten in Haft

Zum Jahresende 2020 sitzen weltweit mindestens 387 Journalistinnen, Journalisten und andere Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Mehr als die Hälfte von ihnen verteilt sich auf nur fünf Länder: China, Saudi-Arabien, Ägypten, Vietnam und Syrien. 54 Journalistinnen und Journalisten gelten derzeit als entführt, vier sind 2020 verschwunden.

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Iran / Jemen / Nordkorea31.07.2020

Journalisten mit dem Tode bedroht

Reporter ohne Grenzen ist bestürzt über die Verhängung von Todesurteilen in unterschiedlichen Ländern, um Journalistinnen und Journalisten zu bedrohen und einzuschüchtern. 2020 sind bereits vier jemenitische Journalisten und ein iranischer Redakteur zum Tode verurteilt worden und könnten jederzeit hingerichtet werden.

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Jemen03.06.2020

AFP-Fotograf in Aden ermordet

Reporter ohne Grenzen ist schockiert über den Mord an dem Foto- und Videojournalisten Nabil Hasan im Jemen. Unbekannte erschossen Hasan in der Hafenstadt Aden in seinem Auto, als er gerade sein Haus verlassen hatte. Der 34-Jährige arbeitete unter anderem für die Nachrichtenagentur Agence France Presse.

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