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Jemen

Journalist*innen sind im Jemen Drohungen und Gefahren von allen Konfliktparteien ausgesetzt. Die Huthi-Rebellen, die seit 2014 die Hauptstadt Sanaa und weite Teile des Landes kontrollieren, betrachten Medien als Feinde und sind für Entführungen, Folter und Misshandlung vieler Medienschaffender verantwortlich. Zugleich werden immer wieder Journalist*innen durch die Luftangriffe der Militärkoalition getötet, die auf der Seite der Regierung kämpft. Willkürliche Festnahmen oder Entführung drohen ihnen auch von Pro-Regierungs-Milizen oder von Al-Kaida-Dschihadisten. Unabhängige Berichte über das Kriegsgeschehen gibt es kaum, da die meisten Medien von einer der Konfliktparteien kontrolliert werden.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 167 von 180
Iran / Jemen / Nordkorea31.07.2020

Journalisten mit dem Tode bedroht

Reporter ohne Grenzen ist bestürzt über die Verhängung von Todesurteilen in unterschiedlichen Ländern, um Journalistinnen und Journalisten zu bedrohen und einzuschüchtern. 2020 sind bereits vier jemenitische Journalisten und ein iranischer Redakteur zum Tode verurteilt worden und könnten jederzeit hingerichtet werden.

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Jemen03.06.2020

AFP-Fotograf in Aden ermordet

Reporter ohne Grenzen ist schockiert über den Mord an dem Foto- und Videojournalisten Nabil Hasan im Jemen. Unbekannte erschossen Hasan in der Hafenstadt Aden in seinem Auto, als er gerade sein Haus verlassen hatte. Der 34-Jährige arbeitete unter anderem für die Nachrichtenagentur Agence France Presse.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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