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Pressemitteilungen

Das Justizgebäude in der bulgarischen Hauptstadt Sofia.©picture alliance / NurPhoto / Artur Widak
Bulgarien 18.01.2022

SLAPP-Klagen gefährden die Medienfreiheit

Reporter ohne Grenzen verurteilt die juristischen Schikanen gegen zwei bulgarische Medienschaffende und fordert die neue Regierung des EU-Landes auf, die Medien per Gesetz vor SLAPP-Klagen zu schützen. Eine Redakteurin und ein Journalist des unabhängigen Mediums Mediapool waren zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden.

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Der bekannte Journalist und Kreml-Kritiker Viktor-Schenderowitsch. ©picture alliance / dpa / TASS-Valery Sharifulin
Russland 18.01.2022

Kritische Journalisten verlassen das Land

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die massive Einschränkung der Pressefreiheit in Russland. Mehr als hundert Medien und Einzelpersonen hat das Justizministerium inzwischen zu "ausländischen Agentinnen und Agenten" erklärt. Viele Redaktionen haben ihre Arbeit deshalb eingestellt, Medienschaffende gehen aus Angst vor Verfolgung ins Exil.

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Die Journalistin Mesale Tolu. ©dpa/fb
Türkei 17.01.2022

RSF begrüßt Freispruch für Mesale Tolu

Reporter ohne Grenzen begrüßt den Freispruch für die Journalistin Mesale Tolu, den am 17.01. ein Gericht in Istanbul verkündet hat. Die Staatsanwaltschaft hatte ihr „Terrorpropaganda“ und „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“ vorgeworfen, im September 2021 aber Freispruch in allen Anklagepunkten gefordert. Dem ist nun das Gericht gefolgt.

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Myanmar 14.01.2022

Dritter Journalist innerhalb eines Monats getötet

Reporter ohne Grenzen ist entsetzt über den Mord an dem Journalisten Pu Tuidim. Der Gründer einer lokalen Nachrichtenseite hatte versucht, die Bevölkerung über Kämpfe zwischen bewaffneten Rebellen und der Militärjunta zu informieren, bevor ihn Soldaten der Regierungentführten, als menschlichen Schutzschild nutzten und ermordeten.

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Eine Polizei-Patrouille fährt nach dem Mord an zwei Journalisten durch Port-au-Prince ©picture alliance ASSOCIATED PRESS  Odelyn Joseph
Haiti 13.01.2022

Zwei Reporter in Haiti ermordet

Reporter ohne Grenzen fordert die haitianischen Behörden auf, den Mord an zwei Journalisten in der Hauptstadt Port-au-Prince in der vergangenen Woche lückenlos aufzuklären und einem dritten Journalisten, der nur durch glückliche Umstände den Angreifern entkommen konnte, sofort Schutz zu gewähren.

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Eine Aufnahme einer Demonstration in Kasachstan. ©picture alliance  ASSOCIATED PRESS Vladimir Tretyakov
Kasachstan 13.01.2022

Gewalt gegen Journalisten ein Fall für die UN

Reporter ohne Grenzen hat die UN und die OSZE aufgefordert, die Gewalt gegen Medienschaffende in Kasachstan zu untersuchen. Bei den Protesten der vergangenen Tage kam es seitens der Polizei und anderer Akteure im ganzen Land zu willkürlichen Verhaftungen, Zensur und Übergriffen gegen Journalistinnen und Reporter.

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Die Journalistin Mesale Tolu. © picture alliance / Frederico Gambiano
Türkei 13.01.2022

RSF beobachtet Prozess gegen Mesale Tolu

Am Montag (17.01.) geht in Istanbul der Prozess gegen Mesale Tolu weiter. Der Journalistin wird seit fast viereinhalb Jahren in der Türkei der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft hatte ihr ursprünglich „Terrorpropaganda“ und „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“ vorgeworfen, im September 2021 aber einen Freispruch in allen Anklagepunkten gefordert.

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Ilham Alijew, der aserbaidschanische Präsident. © picture alliance  / NurPhoto  / Krystian Dobuszynski
Aserbaidschan 03.01.2022

Neues Gesetz legalisiert Zensur

Das aserbaidschanische Parlament hat am 30. Dezember ein Gesetz verabschiedet, das Zensur legalisiert, die Pressefreiheit mit Füßen tritt und die Europäische Menschenrechtskonvention verletzt. Reporter ohne Grenzen fordert den Europarat auf, gegenüber Baku auf einer Überarbeitung des Gesetzes zu bestehen.

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Personen tragen einen Demonstranten in Kasachstan von der Straße. © picture alliance / dpa / TASS / Diana Matveyeva
Kasachstan 03.01.2022

Unruhen und Gewalt treffen auch Journalisten

Angesichts der Proteste in Kasachstan fordert Reporter ohne Grenzen den kasachischen Präsidenten Tokajew auf, die freie Berichterstattung der Medien vor Ort zu ermöglichen. Mehrfach war das Internet nahezu vollständig blockiert worden. Das macht es schwierig, unabhängig über die Vorgänge zu informieren.

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Patrick Lam, Chefredakteur von Stand News, wird am 29.12. von Polizeikräften festgenommen. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Vincent Yu
China / Hongkong 29.12.2021

In Hongkong stirbt eine weitere Redaktion

Die unabhängige Hongkonger Nachrichtenwebsite Stand News hat ihre Schließung bekanntgegeben. Die Behörden nahmen sechs aktuelle und ehemalige Redaktionsmitglieder fest. Reporter ohne Grenzen fordert die Freilassung aller inhaftierten Journalist*innen und appelliert an die internationale Gemeinschaft zu reagieren.

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