Unterstützung für Kriegsreporterinnen und -reporter
Reporter ohne Grenzen (RSF) bietet ein Versicherungspaket für freie Journalistinnen und Journalisten an, die für einen Aufenthalt in einem Kriegsgebiet nicht ausreichend versichert sind. Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft bei RSF. Mehr Infos unter assistance@rsf.org.

Pressemitteilungen

Der ukrainische Fotograf Maim Lewin wurde von russischen Soldaten ermordet
Ukraine 22.06.2022

Ukrainischer Fotoreporter Maxim Lewin ermordet

Seit Mitte März wurde Maxim Lewin vermisst, Anfang April fand man seine Leiche: Eine detaillierte Untersuchung von Reporter ohne Grenzen (RSF) enthüllt die Umstände des gewaltsamen Todes des bekannten ukrainischen Foto-Journalisten, welcher auf der Suche nach einer abgestürzten Fotodrohne bei Kiew verschwunden war.

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Auf einer Demonstration in Aachen fordern Demonstrierende Freiheit für Julian Assange, dazu hält eine Person ein Schild mit diesem Spruch und einem Foto von Assange.
Vereinigtes Königreich / USA 17.06.2022

Britische Regierung will Assange ausliefern

Reporter ohne Grenzen ist bestürzt über die Entscheidung der britischen Regierung, die Auslieferung von Julian Assange an die USA zu erlauben. Dort würden dem WikiLeaks-Gründer bis zu 175 Jahre Haft drohen. Assange hat nun 14 Tage Zeit, gegen die Entscheidung von Innenministerin Priti Patel vorzugehen.

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Blick auf das Bundesverfassungsgericht von außen, im Vordergrund der Schriftzug "Bundesverfassungsgericht". © picture alliance / dpa / Uli Deck
Deutschland 16.06.2022

Verfassungsgericht stärkt Pressefreiheit

Das Bundesverfassungsgericht hat klargestellt, dass sich Journalistinnen und Journalisten nicht strafbar machen, wenn sie "geleakte" Daten entgegennehmen. Reporter ohne Grenzen begrüßt die Begründung des Gerichts, die deutlich macht, dass der Datenhehlerei-Paragraf Journalistinnen und Reporter nicht kriminalisieren darf.

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Die Journalistin Schirin Abu Akle ist auf einem Foto zu sehen, das in die Nähe von Kerzen gehalten wird.. © Hazem Bader / AFP
Palästinensische Gebiete / Israel 15.06.2022

Tötung von Journalistin darf nicht straffrei bleiben

Etwas mehr als einen Monat liegt es zurück, dass die Al-Dschasira-Reporterin Schirin Abu Akle in Dschenin im Westjordanland erschossen wurde. Abu Akle war eine in Palästina und Israel bekannte und weithin geschätzte Fernsehjournalistin. Reporter ohne Grenzen fordert, dass die Tötung von Schirin Abu Akle nicht straffrei bleibt.

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Vereinigtes Königreich 15.06.2022

Wichtiger Sieg von Journalistin in SLAPP-Prozess

Reporter ohne Grenzen begrüßt das Urteil des Obersten Gerichts in Großbritannien zugunsten der Enthüllungsjournalistin Carole Cadwalladr, die sich aufgrund einer Klage des britischen Geschäftsmanns Arron Banks wegen Verleumdung vor Gericht hatte verantworten müssen. Ihr Sieg ist ein Sieg für die Pressefreiheit und für Journalismus im öffentlichen Interesse.

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Ein Taliban-Vertreter geht mit ausgestrecktem Zeigefinger auf den Fotografen des Bildes zu, daneben sind mehrere Demonstrierende zu sehen. © Bülent Kilic / AFP
Afghanistan 14.06.2022

Die Taliban scheren sich nicht um geltendes Recht

Drei Festnahmen an einem Tag, stundenlange Verhöre: Die Taliban haben in den vergangenen beiden Monaten mindestens zwölf Journalistinnen und Reporter verhaftet. Reporter ohne Grenzen verurteilt diese willkürlichen Festnahmen und fordert die Taliban auf, ihre Versprechen einzuhalten, Medienschaffende zu schützen und das Pressegesetz zu achten.

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Erol Önderoglu bei einer Ansprache zur Erinnerung an den ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul. © picture alliance / AA / Muhammed Enes Yildirim
Türkei 13.06.2022

RSF-Repräsentant steht weiter vor Gericht

In Istanbul wird am Dienstag der Prozess gegen den Türkei-Repräsentanten von Reporter ohne Grenzen fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft Erol Önderoglu wegen der Teilnahme an einer Solidaritätsaktion für eine pro-kurdische Zeitung unter anderem "Terrorpropaganda" vor. Ihm drohen bis zu 14,5 Jahre Haft.

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Auch unabhängige Fernsehjournalisten müssen in Russland Verfolgung befürchten.
Russland 10.06.2022

Visa-Verfahren für bedrohte Medienschaffende

Die Bundesregierung kündigt Langzeit-Visa für 40 russische Journalistinnen und Journalisten an, welche zu Beginn des Ukraine-Krieges mit 90-Tage-Schengen-Visa nach Deutschland kamen. Der Schritt hilft zwar den gelisteten Medienschaffenden, aber nicht den zahlreichen anderen Journalistinnen und Reportern, welche mit Kurzzeit-Visa nach Deutschland kamen.

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Äthiopische Sicherheitskräfte laufen in einer Formation, sie sind von seitlich-hinten zu sehen und tragen Schutzausrüstung und Helme. Foto von picture alliance / Anadolu Agency / Minasse Wondimu Hailu
Äthiopien 08.06.2022

Medien in den Mühlen des Bürgerkriegs

Reporter ohne Grenzen ist beunruhigt über die sich verschlechternde Situation der Pressefreiheit in Äthiopien. Innerhalb von zehn Tagen sind dort zuletzt mindestens 18 Journalistinnen und Reporter verhaftet worden, zwei Journalisten droht ein Todesurteil. In vielen Landesteilen kommt es seit eineinhalb Jahren zu schwersten Menschenrechtsverletzungen.

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Der französische Journalist Frédéric Leclerc-Imhoff ist am 30. Mai durch einen Granatsplitter getötet worden.
Ukraine-Krieg 02.06.2022

RSF reicht fünfte Strafanzeige gegen Russland ein

Erneut ist in der Ukraine ein Journalist während der Berichterstattung über den russischen Krieg getötet worden. Reporter ohne Grenzen hat mehr als 50 Angriffe dokumentiert, die mehr als 120 Journalistinnen und Reporter betreffen. Zur Untersuchung dieser Kriegsverbrechen hat RSF beim IStGH bereits zum fünften Mal Strafanzeige gegen Russland eingereicht.

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