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Tschechien

Tschechiens Präsident Miloš Zeman ist berüchtigt für seine hasserfüllten Äußerungen über Journalist*innen und besonders über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. In einem Fall präsentierte er bei einer Pressekonferenz eine Kalaschnikow-Attrappe mit der Aufschrift „Für Journalisten“. Beunruhigend ist das Ausmaß der Medienkonzentration. Seit 2008 haben vermögende Großunternehmer viele Zeitungen aufgekauft, um ihren Einfluss abzusichern. Einer von ihnen ist Andrej Babiš, der Ende 2017 Ministerpräsident wurde: Ihm gehören zwei der wichtigsten Tageszeitungen Tschechiens. 2018 beklagten sich Journalist*innen über redaktionelle Einmischung des Ministerpräsidenten und über Versuche der Polizei, sie wegen Recherchen über den Politiker einzuschüchtern.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 40 von 180
Drei Flaggen der EU wehen an langen Fahnenstangen vor dem Gebäude der Europäischen Kommission
EU-Aktionsplan für Demokratie27.11.2020

Zehn Empfehlungen an die EU

Bevor die Europäische Kommission am 2. Dezember ihren Aktionsplan für Demokratie vorstellt, legt Reporter ohne Grenzen den europäischen Institutionen zehn Empfehlungen vor, wie sie auf die aktuellen Herausforderungen für Demokratie und Grundrechte reagieren sollten - besonders im Hinblick auf die Pressefreiheit.

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Ein Journalist steht mit einer Kamera auf der Schulter vor einem geschlossenen Gerichtssaal
Gastbeitrag19.11.2020

SLAPP-Klagen in der EU erschweren

Als eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen sehen wir den Fall der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia als eine der schwerwiegendsten SLAPPs der jüngeren Geschichte. Unter dem Begriff "SLAPP" werden Klagen zusammengefasst, die kritische Stimmen von Medienschaffenden und der Zivilgesellschaft verhindern sollen.

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Smartphone, auf dem Whatsapp geöffnet ist
EU-Vorstoß zu Messengerdiensten17.11.2020

Verschlüsselung nicht in Frage stellen

Reporter ohne Grenzen und Netzwerk Recherche fordern die Regierungen der EU-Staaten auf, die Vertraulichkeit verschlüsselter Messengerdienste nicht in Frage zu stellen. Vor dem Hintergrund des Terroranschlags von Wien unternimmt der EU-Ministerrat derzeit einen neuen Vorstoß, um Sicherheitsbehörden den Zugriff auf verschlüsselte Chats zu ermöglichen.

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